EINE SENSIBLE LANDSCHAFT – DIE ODERMONDUNG

Als -Landschaft pur- könnte man die Odermündung bezeichnen, ein Gebiet, das die beiden Inseln Usedom und Wolin, das Stettiner Haff und das angrenzende Festland umfasst. Es sieht dort nicht nur so seelentröstend schön aus mit den Stränden, dem ewig rauschenden Meer, dem weiten Haff, den stillen Seen, den Wäldern, Wiesen und Auen, dass es unzählige Touristen anzieht, sondern die kleinen und größeren Biotope bieten auch einer vielfältigen Fauna und Flora eine selten gewordene Heimstatt. Noch denn Umweltschäden bilden eine schleichende Gefahr, deren Bewältigung zudem durch die Grenze zwischen Polen und Deutschland erschwert wird. Die Oder und mit ihr das Mündungsgebiet bedeutet für manche Altvorderen in Deutschland einen Stachel im Fleisch, für viele Polen immer noch ein verwundbares Grenzgebiet. Zusammenarbeit zum Vorteil einer gemeinsamen Landschaft wird dadurch nicht gerade erleichtert.

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Der gefrorene Fluss Oder

Die Naturfreunde Internationale (NFI), eine Dachorganisation von 18 Landesverbänden aus ganz Europa mit Konsultativstatus beim Europarat und bei der UNESCO, hat für den Zeitraum 1993/94 ausgerechnet dieses ökologisch und politisch sensible Gebiet als >Landschaft des Jahres< ausgesucht. Seit 1989 werden diese Ehrung und Aufgabe vergeben, wobei die erste Landschaft des Jahres, der Bodensee, den sich Deutschland, Österreich und die Schweiz teilen, sicherlich die leichteste Übung war. Denn die Forderungen der NFI sind gerade dort, wo Arbeitslosigkeit und Strukturschwäche ebenso dominierend sind wie eine jahrhundertealte Animosität zwischen den betroffenen Völkern, nicht einfach umzusetzen.

So gehört zum Katalog der Organisation für die Odermündung ein umweltverträglicher und sozial verantwortlicher Tourismus, ein atomwaffen- und militärfreies Gebiet, keine umweltvernichtenden Betriebe und Einrichtungen, Erhalt der ökologischen Besonderheiten, Schaffung eines grenzüberschreitenden Naturparks Usedom-Wolin sowie grenzüberschreitende Zusammenarbeit der politisch Verantwortlichen. Das ist viel für eine Region, in der Umweltschutz in der Vergangenheit kaum eine Rolle spielte und wo Zusammenarbeit erst noch erprobt werden muss.

Freilich gibt es auf Basisebene Bemühungen um den Naturschutz, auch funktioniert die deutsch-polnische Kooperation dort, wo sich Einzelpersonen, Initiativen oder auch Gemeinden zusammentun. Doch den wirtschaftlichen Interessen der Mächtigeren stehen sie bislang hilflos gegenüber. Da ist auf deutscher Seite die Ostsee-Autobahn, die durch das Peenetal bis zur Autobahn Berlin-Szczecin gebaut werden soll. Die geplante Erdgasförderung bei Heringsdorf dürfte sicherlich auch kaum im Interesse des Naturschutzes gestanden haben, auch wenn dieses Kapitel zunächst ad acta gelegt zu sein scheint, ebenso wenig die Nutzung des ehemaligen AKW Greifswald als Zwischenlager für atomare Abfälle.

Auf polnischer Seite sieht es nicht viel anders aus, auch wenn dort eher mit Altlasten anstatt mit neuen Projekten zu kämpfen ist. Swinemünde ist neben Stettin der größte Umweltverschmutzer. Beide Städte hängen von Industrie ab, zwar durch Umschlaghäfen und Werften seebezogen, aber doch nicht minder belastend. Swinemünde hat zudem mit den Hinterlassenschaften der sowjetischen Flotte zu kämpfen, die dort fast ein halbes Jahrhundert stationiert war und durch Ölverseuchung wegen undichter Tanks und durch versenkte Munition nicht absehbare Schäden hinterlassen hat. Eine militärfreie Zone ist die Stadt bei weitem nicht, Schiffe der polnischen Flotte liegen dort immer noch vor Anker.

Die Oder selbst sammelt in ihrem 860 km langen Lauf von der Quelle in der Tschechischen Republik bis nach Stettin reichlich Schadstoffe an, die weitgehend ungeklärt in die ohnehin belastete Ostsee fließen. Täglich sind das schätzungsweise 600001 Stickstoff, 80001 Phosphate sowie Blei, Kadmium und Quecksilber.

Die Erfolge der Initiativen, die sich um die proklamierte Landschaft des Jahres bemühen, sind kaum zu spüren, auch wenn sich der Protest gegen umweltschädliche Projekte auf beiden Seiten der Odermündung immer massiver äußert. Doch das Umweltbewusstsein der Menschen hat sich geschärft. Manchmal auch aus dem einfachen Grund, dass die tourismusabhängige Region auf eine gesunde Umwelt angewiesen ist. Auf übergeordnete Initiative hin ist immerhin seit 1997 ein Klärwerk bei Swinemünde in Betrieb, das auch Gemeinden auf Usedom entsorgt. Und für jene, die auf ihr Auto verzichten wollen, gibt es mittlerweile einen 300 km langen, grenzüberschreitenden Radwanderweg rund um das Stettiner Haff.

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METROPOLE SZCZECIN (STETTIN) 2

Schloss der Pommerschen Herzoge

Im Mittelpunkt des Stettiner Stadtbilds steht unübersehbar das alte Schloss der Pommerschen Herzoge (Zamek Ksigzgt Pomorskich), das 1945 nach Bombenangriffen völlig ausgebrannt war, aber bis 1980 rekonstruiert wurde. Die kostbare Innenausstattung war größtenteils vernichtet oder ver-schwunden und konnte nur unvollständig ersetzt werden. Das gewaltige Gebäude mit den fünf Flügeln und zwei Innenhöfen erhielt eine neue Be-stimmung als Veranstaltungszentrum: Neben dem Schlossmuseum wurde in einem der Flügel, dem Bogislaw- Bau, ein Theater untergebracht, und die Schlosskirche dient als Konzertsaal, wobei im Sommer auch im Haupthof Konzerte stattfinden.

Im Gewölbe an der Ostseite ruhen nun auf ewig und friedlich die Gebeine der Herzoge. Von der Turmspitze aus, zu der 200 Stufen führen, hat man einen weiten Blick über die Stadt und das Haff (Di-So 9-17 Uhr).

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Stettin – Schloss der Pommerschen Herzöge

Schlossumgebung

Außer den Kirchen haben nicht viele mittelalterlichen Bauwerke die Kriege und die Stadterweiterung überstanden. Zu den wenigen gehört die Bastei der Sieben Mäntel (Baszta Siedmiu Plazczy), ein Wehrturm aus dem 14. Jh.

Der Loitzenhof (Kamienica Loitza) zu Füßen des Schlosses, eine bildhübsche Renaissancevilla aus dem 16. Jh., ist 1956 weitgehend originalgetreu wieder aufgebaut worden. Sie war dereinst das Stadtpalais der reichen Bankiersfamilie Loytz oder Lozi- ce, deren Oberhaupt Hans gleichzeitig auch Bürgermeister Stettins war. Im 17. Jh. betrieb dort die Schweizer Familie Dubendorf eine Zuckerbäckerei, auch später diente die Villa unterschiedli-chen kommerziellen Zwecken. Heute ist in dem weißen Gebäude die Hochschule der Künste untergebracht.

Ein paar Schritte vom Loitzenhof entfernt steht das Alte Rathaus (Stary Ratusz). Ursprünglich um 1450 errichtet, erhielt es im 17. Jh. eine barocke Fassade und wurde schließlich 1972 in seinem originären gotischen Stil restauriert. Lediglich eine der Giebelwände behielt ein paar barocke Anklänge bei. Heute befindet sich in dem Gebäude das Stadtmuseum (Muzeum Miasta Szczecina, Di, Do-So 10-16, Mi 9-15 Uhr).

Das Rathaus stand lange Zeit auf einsamer Flur, da die Umgebung nach dem Zweiten Weltkrieg völlig zerstört war. In den vergangenen Jahren wurde jedoch eine Häuserzeile errichtet, die sich an historische Vorbilder anlehnt – es sieht aus, als stünden die Häuser um das Rathaus seit dem Mittelalter dort. Ein kleines Restaurant, das im Sommer seine Tische vor dem Rathaus aufstellt, ist ebenfalls vorhanden.

Südlich des Schlosses zur Oder hin sind die meisten alten Gebäude erhalten geblieben, wie die Johanniskirche (Kosciot Sw. Jana) aus dem 13. bzw. frühen 14. Jh. In der Gegend um die Kirche finden sich auch noch ein paar Fragmente der mittelalterlichen Wehranlage.

Mit gewaltigen Kirchen ist Stettin reichlich gesegnet. Die Jakobikirche (Kosciot Sw. Jakuba), ein wuchtiger Backsteinbau aus dem 14. und 15 Jh. gilt als die größte Kirche Pommerns und ist heute Bischofssitz. Der Innenraum der Kathedrale wirkt entgegen dem äußeren Prachtversprechen relativ nüchtern, da viele der Kirchenschätze und Kostbarkeiten im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Nur Teile des gotischen Hauptaltars stammen noch aus der ursprünglichen Einrichtung.

Auch die ewige Ruhe des Organisten Carl Loewe (1796-1869) blieb unangetastet. Das Herz des Komponisten, der Goethes >Erlkönig< vertonte, ist in einem Pfeiler nahe der Orgel beigesetzt.

Auch einige Barockbauten aus der frühen preußischen Zeit sind in Schlossnähe noch erhalten, etwa um den plac Mariacki, wo 1729 in einem Palast das pommersche Adelstöchterlein Sophie von Anhalt-Zerbst geboren wurde, die später als russische Zarin Katharina die Große eine legendäre Karriere machte.

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METROPOLE SZCZECIN (STETTIN)

Ein Ausflug in die größte pommersche Metropole – einstiges Zentrum pommerscher Herrlichkeit und Macht – gehört zu den Höhepunkten eines Urlaubs auf Usedom. Die angebotenen Ausflüge dauern zwar nur einen Tag lang, ermöglichen aber zumindest ei-nen Eindruck dieser alten und doch so vitalen Stadt an der Odermündung mit ihren vielen historischen Sehenswürdigkeiten und dem lebendigen Stadtleben.

Szczecin (Stettin) ist eine Metropole mit ca. 400000 Einwohnern – Polens siebt- größte Stadt und zudem wichtigster Hafen des Landes in ihrer Gesamtheit unübersichtlich und auf jeden Fall lebhaft und modern. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie zu 60 % zerstört, die in Trümmer liegende Altstadt daraufhin in weiten Teilen eingeebnet und anders als in Warschau nicht wieder vollständig, sondern nur teilweise rekonstruiert. Was die Bomben übrig gelassen haben, wurde in den vergangenen Jahren restauriert, insbesondere die historischen Bauten. Doch auch unansehnliche Neubauten sind im Stadtbild vertreten, mitsamt den »Segnungen« des modernen Lebens, wie viel Verkehr, internationale Imbissketten, einiger Touristennepp und leider auch Taschendiebe, die sich besonders an Touristengruppen hängen.

Der Glanz dieser alten Handelsstadt schimmert jedoch überall dort durch, wo die alten Bauwerke, Anlagen oder ganze Straßenzüge erhalten blieben und vom früheren Reichtum und Selbstbewusstsein Stettins zeugen. Und er zeigt sich auch dort, wo die vielen tausend Studenten der insgesamt fünf Hochschulen ihre eigene, jugendfrische Kultur geschaffen haben.

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Rathaus von Stettin, ehemalige pommersche Provinzialregierung

Ursprünge

Die Lage an einer Schmalstelle am Westufer der Oder, bevor sich der Fluss erst zum Stettiner Haff öffnet und dann über die drei Durchbrüche, die Usedom und Wolin einrahmen und teilen, in die Ostsee fließt, hat die Entwicklung Stettins gefördert. Die Bedeutung dieses Standorts müssen bereits die ersten Siedler erkannt haben, denn schon um 700 ist eine Tempelburg bezeugt, etwa an der Stelle, an der heute das Schloss steht.

Nach der Eroberung durch das Christentum und durch deutsche Siedler im 12. Jh. entwickelte sich Stettin rasch zu einer blühenden Handelsmetropole, die ihren Status mit einer starken Befestigungsanlage demonstrierte, nachdem sie 1272 der Hanse beigetreten war. Bald jedoch erweckte sie das Interesse der Pommernfürsten, die die unabhängige Macht der Stadt brachen und sie als Herrschersitz auswählten.

Anstelle des alten wendischen Burgwalls entstand im Jahr 1346 das erste Steinhaus, ein Vorläufer des Schlosses, das in den folgenden Jahrhunderten ständig erweitert und umgebaut wurde.

Schweden und Preußen

Im Jahr 1630, während des Dreißigjährigen Krieges, fiel Stettin in die Hände der Schweden. Das Schloss und die pommersche Herzogswürde waren für die neuen Lehensherren von nur geringer Bedeutung. Als 1637 der letzte Pommernherrscher Bogislaw XIV. starb, vergaß man schlichtweg, ihn zu bestatten. Sein Sarg stand 17 Jahre lang in einem Raum des Schlosses, bevor man sich seiner erinnerte und ihn in der Schlosskapelle beisetzte.

1720, nach den Nordischen Kriegen, ging Stettin schließlich an die Preußen. Unter ihrer Herrschaft wurde zunächst die mittelalterliche Befestigung geschleift und dafür eine neue errichtet. Das Schloss, das seit Bogislaws Tod immer mehr verfallen war, wurde wieder aufgebaut und das Stadtbild grundlegend verändert.

Im 19. Jh. hatte sich Stettin zu einem blühenden Verwaltungs- und WirtSchaftszentrum entwickelt, und die Stadt expandierte so sehr, dass auch die preußische Befestigungsanlage abgerissen wurde. Nach Entwürfen des französischen Architekten und Cityplaners Haussmann, der bereits Paris umgestaltet hatte, entstanden breite Boulevards mit repräsentativen Bürgerhäusern, eine Anlage, die man noch heute vor allem um den plac Grunwaldski nachvollziehen kann, der mit seinen sternförmig abzweigenden Straßen und den schönen ehrwürdigen Häusern tatsächlich ein wenig an Paris erinnert.

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INSEL WOLIN (WOLLIN) 3

Stadt Wolin (Wollin)

Reiseatlas: S. 225, F 2
Wolin hat zwar der ganzen Insel den Namen gegeben, oder vielleicht auch umgekehrt, aber der Ort gehört zweifellos zu den ältesten Ansiedlungen auf dieser Insel, auch wenn dessen Ursprünge kaum bekannt sind.

Adam von Bremen, der mittelalterliche Chronist, beschrieb die Stadt Wolin im 11. Jh. als »wirklich eine der größten Städte, die es in Europa gibt«. Kaum vorzustellen heutzutage angesichts der stillen, knapp 5000 Einwohner zählenden Stadt, die sich nur mühsam von den Bomben des Zweiten Weltkriegs erholt, die 90 % Wolins in Schutt und Asche gelegt hatten.

Nikolaikirche

Nikolaikirche

Ursprünge

Wolin hat, so unscheinbar es auch heute erscheinen mag, eine lange und auch durchaus interessante Geschichte. Vom 10. bis zum 12. Jh. stand die Stadt, die sich an einer schmalen, seichten Stelle der Dziwna (Dievenow), dem Durchbruch vom Haff zur Ostsee an der östlichen Seite der Insel, entwickelt hatte, in ihrer Blüte. »Byzanz des Nordens» wurde Wolin in alten Chroniken damals genannt, vermutlich das Urbild, oder eines von vielen, jenes reichen Vineta, über das bis heute zahlreiche Legenden um Reichtum und Untergang kursieren (s. S. 118f.). Ausgrabungen im 19. und vor allem im 20. Jh. haben tatsächlich erwiesen, dass Wolin vor über 1000 Jahren eine der prachtvollsten und reichsten Städte Europas gewesen sein muss, das alte Julin, aus dem schließlich Woiin und in der Legende vielleicht auch Vineta wurde.

Der Aufstieg Wolins aus den buchstäblichen Niederungen der Dievenow- Sümpfe begann vermutlich im 7. und 8. Jh., als die handwerkliche Produkti-on des ursprünglichen Fischer- und Bauerndorfes über den Eigenbedarf hinausging und ein reger Handel einsetzte, der schließlich bis in den Orient, zumindest bis nach Bagdad reichte, wie zahlreiche Ausgrabungsfunde belegen. Dazu gehört auch ein über 11 kg schwerer Silberschatz aus dem 11. Jh., zu dem Münzen arabischen, bulgarischen und westeuropäischen Ursprungs gehören.

Geschick bewiesen die Woliner nicht nur bei allen möglichen Handwerken, sondern vor allem in der Bearbeitung des in der damaligen Welt kostbaren Bernsteins. Hilfreich für den Handel waren zudem die Lage an einer der wichtigsten Kreuzungen von Handelsstraßen der Alten Welt sowie der Zugang zur Ostsee und über die Oder zum Hinterland. Im 10. bis 12. Jh. lebten rund 10000 Menschen, doppelt so viele wie heute, in der slawisch dominierten Stadt mit ihren zahlreichen Vorstädten, die meist nach Gewerbe getrennt aufgeteilt waren.

In der Zeit nach der Jahrtausendwende war Wolin zudem ein Zentrum der Christianisierungskampagne des Ostens und Bischofssitz, der allerdings wegen der permanenten Überfälle durch dänische Wikinger nach Kamien verlegt wurde.

Vineta-Archäologie

Die Archäologen, die seit Jahrzehnten den Boden Wolins umgraben, haben bislang 20 Siedlungsschichten im Stadtzentrum freigelegt, ein erstaunlicher Hinweis auf das Alter und die unterschiedlichen Kulturen des Ortes. Einer der ersten, der sich für die Ausgrabungen einsetzte, war der Begründer der pathologischen Anatomie, Rudolf Virchow, der 1871 selbst einige Ausgrabungen vornehmen ließ und die Vineta-These für Wolin in die Welt setzte.

Die Feldforschungen der Neuzeit, im Wesentlichen nach dem Zweiten Weltkrieg durchgeführt, brachten in der Tat Erstaunliches zutage. Die sla-wischen Siedlungsreste wurden hauptsächlich südlich der heutigen Stadt entdeckt. Die Flafenanlagen des alten Wolin/Julin samt Werft waren unge-wöhnlich groß: Ein Kai mit später hinzugefügten Landungsstegen war rund 300 m lang.

Die »vornehmen« Toten wurden auf dem Galgenberg, ebenfalls südlich des heutigen Wolin, bestattet. Bislang wurden über 30 reich bestückte Flügelgräber entdeckt. Nördlich der Stadt fanden die »gewöhnlichen« Toten ihre letzte Ruhestätte – auf dem Gräberfeld des Mühlenberg (Mlynöwska) werden bis zu 8000 Gräber vermutet, rund 1300 sind bislang erforscht. Dieser Flügel liegt in unmittelbarer Nähe des Silberbergs (Srbrne Wzgörze), Standort der bedeutendsten Handwerkersied- lung des alten Wolin, einschließlich einer eigenen Anlegestelle an der Dieve- now.

Viele der Exponate aus diesen Ausgrabungen und Rekonstruktionen aus dem alten Woiin (Julin) sind im Museum der Stadt Wolin, ul. Zamkowa 24, zu besichtigen (Di-Fr 9-16, Sa 9-14 Uhr).

Historische Bauten

Von den historischen Bauten sind nach dem Krieg nicht viele übrig geblieben. Erwähnenswert ist das neogotische Rathaus aus dem Jahr 1881, in dem heute das Stadtamt untergebracht ist. Bedeutendstes Bauwerk und Symbol einer langen Geschichte ist jedoch die Nikolaikirche. Im 14. Jh. errichtet, wurde sie 1945 fast vollständig zerstört. Über 50 Jahre lang war der Trümmerhaufen ein Mahnmal des Krieges. Im Jahr 2000 wurde der Wiederaufbau der Kirche schließlich erfolgreich beendet, und sie bestimmt wie einst das Zentrum des Ortes.\

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INSEL WOLIN (WOLLIN) 2

Miedzyzdroje (Misdroy)

Reiseatlas: S. 225, D 2 Der altehrwürdige Badeort Mi^dzyz- droje (Misdroy) kann sich nicht nur eines breiten Sandstrands mit einer 3 km langen Promenade sowie romantischer Klippen, die bis zu 95 m tief ins Meer abfallen, sondern auch des mildesten Klimas der ganzen Ostseeküste rühmen – die umliegenden Berge, bis zu 116 m hoch, schützen das Städtchen vor den kalten Ostwinden.

Misdroy blickt auf eine noble Vergangenheit zurück. Es schauten Kaiser, Könige und sonstige Prominenz vorbei, um sich dort zu erholen. So galt Mis- droy, wo schon 1835 die ersten Badehäuschen errichtet wurden, bald als das vornehmste Ostseebad.

Auch heute noch hat Misdroy jenes altmodische Flair und die Bewohner einen Sinn für den Erhalt des alten Charmes, dass man es guten Gewissens als Perle Wolins bezeichnen kann. Nicht von ungefähr zählt das Bad zu den beliebtesten Ferienorten an der polnischen Ostseeküste.

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Seebrücke von Misdroy

Ursprünge

Die Tradition der Beherbergung geht in Misdroy weit zurück. Mitte des 13. Jh. wurde bereits ein Krug an diesem Ort erwähnt, der den Reisenden des ost- seeischen Handelsweges Erfrischung und ein Nachtlager bot, ansonsten für die Einheimischen als Gerichtssaal diente.

Bereits Mitte des 19. Jh., als ein bescheidenes Badewesen bereits blühte, gab es die ersten Villen und Pensionen. Eines der ältesten und auch prächtigsten Häuser Misdroys wurde um 1860 von dem belgischen Kaufmann Lejeu- ne erbaut. Es diente dann später inmitten eines schönen Parks als Kurhaus. Heute ist es das Kulturhaus des Badeortes.

Der lukrative Tourismus entwickelte sich schließlich um die Wende zum 20. Jh., als eine Eisenbahnanbindung nach Berlin auch Wolin zur >Badewanne< der Hauptstadt machte. 1906 wurde die imposante, 395 m lange Seebrücke eröffnet. Sie fiel allerdings bereits 1913 einer Sturmflut zum Opfer.

Misdroy wurde im Zweiten Weltkrieg zumindest in Hinblick auf seine Bausubstanz geschont. Doch wurden dann später etliche der altehrwürdigen Häuser abgetragen. Die Ziegelsteine dienten zum Wiederaufbau Warschaus. Auch wurden einige Betriebsferienheime errichtet, die sich unschön von der historischen Architektur abheben. Drei dieser Ferienklötze befinden sich am Kaffeeberg.

Sehenswürdigkeiten

Trotz einiger Verschandelungen sind viele der üppigen Villen noch weitgehend erhalten. Auch wenn die eine oder andere noch arg ramponiert er-scheint, so werden doch mehr und mehr der schönen Häuser restauriert. Eine gewisse Noblesse weht wieder durch den Ort, die er seit Vorkriegsta-gen ohnehin nie ganz verloren hat, und ein gelassener Internationalismus ist zumindest dort zu spüren, wo sich beispielsweise ein griechisches Restaurant oder ein sündhaft teurer Bernsteinjuwelier etabliert haben.

Die schönste Sehenswürdigkeit ist natürlich die Seebrücke, die seit den 1990er Jahren die alte ersetzt. Auch die neue Brücke ist mittlerweile 300 m lang und verfügt über eine überdachte Einkaufspassage, deren Angebotsvielfalt an das Heringsdorfer Pendant erinnert, wenn auch nicht ganz so westlich veredelt und auf jeden Fall in ihrem Warenangebot preiswerter.

Ein Spaziergang entlang der Promenade überwältigt mit den unterschiedlichsten Eindrücken: Zuckerbäckervillen stehen neben schlichten Bretterbuden; in Kiosken werden am offenen Grill gegarte Fleischstücke zum Bier gereicht, während in reizenden Restaurants weiß gedeckte Tische mit üppig oder fein zubereiteten Speisen locken; Bernstein wird in Läden und an Marktständen in jeglicher Verarbeitung und Preislage angeboten.

Am nordöstlichen Ende der Promenade ist das prestigeträchtigste Projekt von Misdroy nicht zu übersehen: das Hotel Amber Baltic (s. Unterkunft), ein riesiger, nüchterner Betonbau mit Vier- Sterne-Luxus, dessen österreichische Bauherren von wenig Wiener Charme beleckt gewesen sein müssen. Dafür bietet es Luxus, Genuss und Vergnügen, für polnische Verhältnisse reich-lich teuer, aber für westliche Besucher noch immer erschwinglich.

Man beachte die Betonplatten auf dem Vorplatz Richtung Seebrücke: Dort haben polnische Filmsternchen und Zelluloidgrößen auf dem »Sternen- weg< ihre Handabdrücke im Beton hinterlassen – ein Hauch von Hollywood. Ein Ruhepol ist weiter landeinwärts der Kurpark (Park Zdrojowy), der 1972 neu gestaltet wurde, aber immer noch den herrlichen alten Baumbestand aufweist.

Nicht weit davon befindet sich die Paulskirche, die 1832 vom preußischen Baumeister August Stüler entworfen und vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. mitfinanziert wurde. Die ursprünglich protestantische Kirche ist mittlerweile katholisch und dient ais Veranstaltungsort des internationalen Festivals für Chormusik und Orgelkonzerte, das seit 1965 alljährlich in Misdroy stattfindet.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall im Museum des Nationalparks Wolin (Museum Woliiiskiego Parka Naro- dowego) in der ul. Niedpodlegosci 3, der Hauptverkehrsstraße nach Stettin und Swinemünde. Das moderne Gebäude passt in seiner Gestaltung hervorragend in die Umgebung, ohne sich der alten Villenarchitektur anzubiedern. In dem Museum werden zahllose Exponate zur Natur des Woliner Nationalparks ausgestellt und erläutert (Di-So 9-17 Uhr). Von dem Museum führen auch ausgeschilderte Wanderwege in die Wildnis dieser erholsamen Landschaft.

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INSEL WOLIN (WOLLIN)

Die beiden Inseln Usedom und Wolin bilden gemeinsam eine Barriere vor der Odermündung, die das sanfte Stettiner Haff vor der Ostsee schützt. So ist Wolin ebenso wie Usedom eine Strandinsel mit traditionellen Seebädern und idyllischem Hinterland, bietet aber mehr urtümliche und weitgehend unberührte Landschaft, die noch nicht allzu sehr vom Massentourismus überwuchert ist.
Die Insel Wolin (Wohin) ist mit 247 km2 kleiner als Usedom und von der Schwesterinsel nur durch die Swina (Swine) und vom östlichen Festland – als Pendant zum Peenestrom – durch die Dziwna (Dievenow) getrennt. Doch diese vergleichsweise kleine Insel birgt eine wunderbare Naturlandschaft, das klimatisch wärmste Seebad der gesamten Ostsee und eine der ältesten Siedlungen Pommerns. Kennzeichnend für Wolin sind Seen, Feuchtgebiete, hügeliges Waldland und verschlafene Dörfer, die noch den Charme, aber auch die Armut längst vergangener Zeiten haben.

Wolinski Park Narodowy (Nationalpark Wollin)

Reiseatlas: S. 225, D/E 2/3 Wolin ist vom westlichen Tourismus noch weitgehend unentdeckt, was vielleicht so schlecht nicht ist, denn die einzigartige Naturlandschaft verträgt den Ansturm nur unter erheblichen Einbußen. Deswegen ist sie auch seit langem geschützt und als Wolinski Park Narodowy (Nationalpark Wolin) strengen Schutzbestimmungen unterstellt. Nach nur etwa 15 km Fahrt von Swinemünde aus erreicht man das 110 km2 große Gebiet, das von der Steilküste hinter Mi^dzyz- droje (Misdroy) bis hinunter zur Haffküste reicht.

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Wolinski Park Narodowy im Winter

Ausgeschilderte Wanderwege führen durch Wälder und über sanfte Hügel, in denen sich u. a. Wildschweine, Rotwild und Dachse tummeln. Das freie Umherschweifen abseits der Wege ist strikt untersagt, da in dem Gebiet seltene Pflanzen und Tiere eine Heimat gefunden haben, darunter auch Wisente, denen nahe Misdroy ein eigenes Reservat geschaffen wurde. Ohnehin mag man den schweren Tieren nicht unbedingt >Aug’ in Aug’< be-gegnen: Sie sind ziemlich schnell, erstaunlich behende und können einen Menschen im Nu einholen und zertrampeln. Deswegen kann man sie auch nur von einer Aussichtsplattform beobachten.

Lubin (Lebbin) und Jezio- ro Turkusowe (Türkissee)

Reiseatlas: S. 225, D 3 Das Dörfchen Lubin (Lebbin) an der Haffseite des Nationalparks gilt neben dem eleganten Misdroy als das begehrteste und relativ teuerste Wohngebiet auf Wolin, vermutlich wegen der großartigen Lage am Haff mit der Steilküste, dem Ausblick auf den Je- zioro Wicko Wielkie (Großer Vietziger See) mit seinen Sandbänken und Inselchen und das Wielki Zalew (Großes Haff) – und nicht zu vergessen dem herrlichen Hinterland des Nationalparks.

Bereits im Mittelalter wurde der heute bescheidene Ort als bedeutende Stadt bezeichnet, als »magna civitas Luibnk Immerhin beherrschte Lebbin bis zum Bau der »Kaiserfahrt« den Zugang über die Swine zur Ostsee. Als sehr geschäftstüchtig haben sich die Lebbiner aber offenbar nicht erwiesen: Als Durchfahrtszoll verlangte der befehlshabende Schlossvogt nur ein Brot und eine Flasche Bier. Nun gut, das war 1304, und gewiss haben andere Herren später oder auch früher einiges mehr verlangt. Doch zur blühenden Handelsstadt reichte es offenbar nie. Dazu war die Swine auch zu unbedeutend.

Das änderte sich in gewisser Weise erst 1855, als der Stettiner Kommerzienrat Quistorp die Kreidegruben der Umgebung auszubeuten beschloss und eine der ältesten Zementfabriken Deutschlands begründete. Das gesamte Zementwerk wurde jedoch nach 1945 von den Sowjets demontiert und gen Osten abtransportiert. Einige Produkte des Werks sind jedoch noch erhalten, wenn auch nicht unbedingt sehenswert, u. a. Betonröhren an den Hängen zwischen Misdroy und Lebbin: Sie sind die Reste von Abschussrampen für die Raketen aus Peenemünde.

Die schönste Hinterlassenschaft der Quistorpschen Fabrik ist jedoch friedlicher Natur. Der Jezioro Turkusowe (Türkissee) ist ein alter Kreidebruch, der sich mit Wasser gefüllt hat. Dessen Farbe ist, zumindest bei Sonnenschein, tatsächlich so tief und leuchtend türkisgrün, dass man fast an eine Erscheinung glauben möchte.

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Ausfluge nach Polen 3

Hafenareal

Ein paar Schritte von der Anlegestelle der Fähren vom westlichen Usedom entfernt befindet sich am plac Rybaka das alte, spätklassizistische Rathaus, in dem heute das Museum für Hochseefischerei (Muzeum Rybolöwstwa) untergebracht ist. Die Exponate sind ein Sammelsurium zur Geschichte Swinemündes, teilweise auch mit deutsch beschrifteten Tafeln. Interessant ist vor allem die Postkartensammlung aus der Zeit, als Swinemünde noch ein veritables Seebad war (Di-So 9-15 Uhr.Schlendert man weiter am Ufer entlang, dem Wybrzeze Wtadistawa (Unterbollwerk), laden neben einigen Cafes auch Stände mit Bernsteinschmuck zum Stöbern ein, wo man durchaus hin und wieder originelle und hübsche Kreationen finden kann. Schließlich kommt man dort zu der kleinen Fähre, die Uznam mit Wolin verbindet. Sie verkehrt alle paar Minuten, ist kostenlos für Fahrradfahrer und Fußgänger und hoffnungslos überlastet. In Swinemünde wird daher darüber nachgedacht, eine Brücke oder einen Tunnel zu bauen, um den zunehmenden Verkehrsfluss bewältigen zu können. Umweltschützer sind von der Idee jedoch keineswegs begeistert, garantiert die altertümliche Fähre doch zumindest, dass nicht allzu viel motorisierter Verkehr in das Naturschutzgebiet von Wolin strömt. Die Fähre ist ohnehin nur für lokale Autofahrer zugelassen. Alle anderen Motoristen müssen den Umweg kurz vor Kaseburg nehmen.

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Nationalpark Wollin

Hier in der Flafengegend kann man auch beobachten, dass Swinemünde keine Anstrengung scheut, wieder zum alten Glanz zurückzufinden. Es entstehen viele Neubauten, die dem alten Stadtbild angeglichen, aber dennoch der Postmoderne verpflichtet sind.

Stadtzentrum

Vom Hafen aus sind es nur ein paar Schritte zum zentralen Platz, dem plac Wolnosci, einstmals Kleiner bzw. Großer Markt. Von dort gehen die Straßen ab, in denen sich neben den Läden des alltäglichen Bedarfs auch Boutiquen mit eleganterer Ware zu gepfefferten Preisen befinden.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum plac Wolnosci hat die Christuskirche auf dem plac Koscielny (Kirchhofplatz) aus dem Jahr 1792 die Zeiten und die Bomben überdauert, deren Innenraum von einem 2 m hohen Votivschiff geschmückt wird.

Gegenüber der Kirche befand sich einst die Stadtapotheke (heute in der ul. Marynarzy 7), die der Vater Theodor Fontanes von 1827 bis 1832 führte. Das Haus hat wie so viele auf dem verkehrsreichen Platz die Zeiten nicht überstanden. Doch immerhin wurde an dem Nachfolgebau eine Tafel zur Erinnerung an Theodor Fontane angebracht.

Seebadviertel

Was Besucher, Prospekte und Historie rühmen, war nicht die geschäftige und letztlich dunkle Seite Swinemündes, sondern das strahlende Seebad.

Bereits ab 1825 bemühten sich die Stadtväter um den lukrativen Erwerbszweig des Bädertourismus, nachdem dieser im mecklenburgischen Heiligendamm und im rügenschen Putbus prestigeträchtige, nämlich adlige und reiche Gäste angelockt hatte. Jedoch sollte es noch eine ganze Weile dauern, bis das Viertel in Strandnähe entstand.

Als Badeort entwickelte sich Swinemünde zunächst durchaus erfolgreich – immerhin war es das erste preußische Seebad. Ein Kurpark wurde angelegt, heute der Park Zdrojowy, den der damals beste Landschaftsarchitekt des Königreichs, Peter Joseph Lenne, gestaltete. Leider wurde die schöne Anlage kaum gewürdigt. Nach nur wenigen Jahren war von Lennes Konzeption nicht mehr viel übrig geblieben. Heute ist es jedoch eine hübsche Waldanlage, die immer noch reizvolle Spaziergänge bietet.

Doch zurück in die Vergangenheit. Der Status als Seebad wurde über Jahre als selbstverständlich genommen, bis die neuen Seebäder zwischen Ahl- beck und Zinnowitz das selbstbewusste Swinemünde überflügelt hatten. Die Stadt litt nämlich an einem entscheidenden Manko: Sie lag zu weit vom Ostseestrand entfernt.

So besann man sich erst ab 1888 darauf, dem Beispiel der Konkurrenz zu folgen und in Strandnähe einen prachtvollen neuen Stadtteil aus dem Boden zu stampfen, samt einem luxuriösen Kurhaus und einer Promenadenverlängerung, die über 16 km bis nach Bansin reichte. Swinemünde entwickelte sich schließlich zum größten Seebad an der deutschen Ostseeküste, ein Ort der preußischen Superlative. Die Schriftstellerin Carola Stern schrieb in ihren Ahlbecker Kindheitserinnerungen über Swinemünde: »Als See- und Solbad, eleganter als Bansin und Heringsdorf, als Ostseehafen in einem Atemzug genannt mit Pillau oder Kiel, als Garnison und Flottenstützpunkt hoher Offiziere…«

Während die Innenstadt durch die Bomben von 1945 nahezu vollständig zerstört wurde, blieb das Seebad fast unversehrt. Und so präsentiert sich dieses Viertel am Meer heute fast wie zur Hochzeit des alten Bäderwesens.

Die schicken Villen und Pensionen in schönster Seebäderarchitektur sind immer noch außerordentlich ansehnlich, freilich nicht immer so herausgeputzt wie die Bäder im benachbarten deutschen Teil Usedoms, wo nach der Wende viel Geld investiert wurde. Investitionen gibt es mittlerweile aber auch im polnischen Usedom. Hotels und Pensionen werden den gehobenen Ansprüchen angepasst und manche heruntergekommene Villa erfährt eine liebevolle Restaurierung.

Unmittelbar an der Promenade entstand der Baltic-Park, eine luxuriöse Ferienanlage, die ein großes Hotel, Ferienwohnungen, Läden und Restaurants sowie eine Seebrücke umfasst. Seit 2005 wird das 100 Mio. Euro teure Projekt schrittweise in Betrieb genommen.

Doch auch jenseits der modernen Anlage kann man sich an dem reizend altmodischen Charme des Seebades erfreuen und natürlich an der freundlichen, manchmal galanten Höflichkeit, die Vermieter, Wirte und all die Verkäufer, die an der Promenade Souvenirs und Erfrischungen anbieten, jedem Gast entgegenbringen.

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Ausfluge nach Polen 2

Gründung Swinemündes

König Friedrich II., Sohn des sparsamen Friedrich Wilhelm, war in Sachen Landverbesserung und -gewinnung zwar erfolgreicher – so ließ er das Oderbruch im Hinterland Pommerns erschließen und das Thurbruch auf Usedom trockenlegen -, und zudem investierte er mehr Geld, doch auch diesmal wurden die Bemühungen nach der ersten Sturmflut zunichte gemacht. Die Swine blieb nur eingeschränkt schiffbar.

Immerhin folgten zahlreiche Siedler dem Aufruf Friedrichs, sich an der Swine niederzulassen. Sie kamen aus allen Ecken Preußens und auch aus den Nachbarländern, angelockt von zahlreichen Vergünstigungen wie begrenzter Steuerfreiheit und kostenlosem Bauholz. Durch den Zustrom der Neu-siedler entwickelte sich Westswine zum Leichterhafen und wurde Swinemünde, bzw. Schwienemünde, getauft.

Als Vorpommern und somit auch das schwedische Wolgast nach dem Wiener Kongress im Jahre 1815 Preußen zugeschlagen wurde, schien die ganze Swine-Angelegenheit überflüssig. Aber man hatte mittlerweile erkannt, dass ein Ausbau des Durchflusses den Weg zwischen dem wirt-schaftlich blühenden Stettin und den Ostseeanrainern erheblich verkürzen würde.

Ab 1818 wurden schließlich die Molen an der Hafeneinfahrt von Swinemünde gebaut, teilweise aus den Felsbrocken des Vineta-Riffs, wodurch die weitere Versandung zumindest in diesem Abschnitt der Swine verhindert werden konnte. Die Westmole ist 1020 m lang und mit einer weißen Bake, einem Seezeichen in Form einer Windmühle, bestückt, die mittlerweile so etwas wie eine Art Wahrzeichen des Swinemünder Hafens geworden ist. Die Ostmole ist noch länger, nämlich 1372 m.

Doch erst in den Gründerjahren, zwischen 1875 und 1880, gelang der endgültige Durchbruch – buchstäblich. Denn anstatt sich weiterhin mehr oder weniger erfolgreich um die eigenwillige Swine zu bemühen, wurde kurzerhand ein Kanal gebaut, der Kanal Mielinski (Mellinfahrt) und Kanal Piaskowski (Kaiserfahrt) genannt wurde.

Die Bemühungen des preußischen Staates bzw. des deutschen Reiches galten fürderhin der Entwicklung der Stadt als Handels- und Marinestütz-punkt. Der Kaiser nannte zwar im 19. Jh. keine nennenswerte Marine sein Eigen, fühlte sich aber durch die dänische Bedrohung, Schleswig ein-zunehmen, dazu herausgefordert, eine Seemacht – eher ein Seemächtchen – aufzubauen. In Swinemünde entstanden bereits Mitte des 19. Jh. massive Befestigungen. Schließlich wurde dort eine kleine Flottengarnison stationiert und um die Wende zum 20. Jh. folgten Kasernen für die Infanterie.

Nach 1933 wurde auf der Insel Kar- sibör (Kaseburg), die erst gut 50 Jahre zuvor durch den Kanalabschnitt >Kai- serfahrt« zu einer Insel geworden war, ein U-Boot-Hafen angelegt, und in Swinemünde selbst wurden Torpedoboote stationiert. Eine Entwicklung, die schließlich am Ende des Zweiten Weltkriegs zur Bombardierung Swinemündes führte (s. S. 86).

Hafeneinfahrt

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Wer Swinemünde von Ahlbeck über den Fußweg zum Flohmarkt erreichen will, wird von der Stadt und dem Seebad nicht viel mitbekommen. Die Buden mit dem vielfältigen Billigangebot lenken den Blick von dem westlichen Vorort der Stadt ab. Das einstmals gepflegte Viertel mit Villencharakter wirkt noch immer reichlich vernachlässigt, da sich dort in den einstigen Offiziershäusern aus den 1930er Jahren nach dem Krieg die Befehlshaber der sowjetischen Armee niedergelassen hatten, deren Interesse an der Grenze zum kapitalistischen Westen keineswegs den Erhalt ihrer Unterkünfte ein bezog.

Die meisten Besucher, die sich weniger für den >Polenmarkt<, sondern mehr für die Stadt Swinemünde interessieren, reisen ohnehin mit dem Schiff an. Die Boote legen von allen Usedom- Seebädern mit Seebrücke ab und schippern dann bis zum Hafen am Stadtzentrum Swinemündes.

Wie lang die Molen sind, wird bei der langsamen Einfahrt in den Hafen deutlich. Einige der historischen Sehenswürdigkeiten befinden sich links und rechts der Hafeneinfahrt, auch wenn man sie nicht unmittelbar sieht. Auf der rechten Seite erhebt sich inmitten eines Dünenwaldes die Engelsburg, die Hauptfestung aus dem 19. Jh. Sie wurde ebenso wie die auf dem östlichen Swineufer liegenden Kasematten zunächst von der deutschen Wehrmacht ausgebaut und nach 1945 von der Sowjetarmee genutzt. Der Leuchtturm, der an klaren Tagen auch von Ahlbeck zu sehen ist, kommt bereits bei der Einfahrt ins Blickfeld. 1859 gebaut, galt er damals mit seinen 68 m als der höchste Europas und ist noch heute der höchste Polens.

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Ausfluge nach Polen

UZNAM (USEDOM)

Der östliche Zipfel Usedoms ist die unbekannte Seite der Insel, obwohl das dortige Seebad Swinoujscie (Swinemünde) das älteste und größte Usedoms ist – ein Stückchen Seebäder-Geschichte, die der Politik und fast dem Vergessen zum Opfer fiel. Doch Sand-strand und Bäderfreuden setzen sich auch auf dem polnischen Teil der sonnigen Ostsee-Insel fort, nur dass dort eine andere Sprache gesprochen wird.

Die Grenze

Reiseatlas: S. 224 A/B 2/3 Etwa 500 m östlich von Ahlbeck befindet sich der Grenzübergang zum polnischen Teil der Insel. Dieser kleine Zipfel Usedoms wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Polen zugeschlagen – heißt seither polnisch Uznam – und ist ein scheinbar unbedeutendes, von Sumpfland und Wald durchzogenes Gebiet. Doch von strategischer Bedeutung ist, dass sich dort die größte Stadt Usedoms befindet, mitsamt einem der größten Fährhäfen an der Ostsee und traditioneller Militärstützpunkt: Swinoujscie oder Swinemünde.

Diese nach dem Potsdamer Abkommen (1945) festgelegte Grenze war keineswegs ein Herzensbedürfnis der Polen, vielmehr lag sie vor allem im Interesse Stalins. So wurden damals Hunderttausende Polen von den Sowjets aus dem Osten ihres Landes an die neue Westgrenze deportiert, während die ehemals deutschen Bewohner Pommerns vertrieben wurden oder ohnehin flohen. Beide Bevölkerungsgruppen mussten sich seither mit Realitäten abfinden, die sie nicht selbst gewählt hatten, auch wenn der Tourismus – und eine neue Generation – alte Animositäten in den Hintergrund rücken lässt.

Die Grenze zwischen Deutschland und Polen ist an dieser Stelle seit Jahren mehr oder weniger durchlässig, wenn auch der Austausch aufgrund des wirtschaftlichen Unterschieds nicht immer ausgewogen ist, was sich allerdings nach dem Beitritt Polens in die EU relativiert hat. Man findet polnische Angestellte auf der deutschen Seite Usedoms und Millionen von deutschen Touristen auf der polnischen. Die wenigsten kommen allerdings, um den anderen Teil Usedoms kennen zu lernen oder gar die Nachbarinsel Wolin (Wollin) zu erkunden. Hauptmotiv ist das preiswerte Shopping in den polnischen Seebädern, die von Usedom bequem per Schiff erreicht werden können, oder auf dem riesigen Flohmarkt unmittelbar hinter der Grenze.

Swinemünde Strand

Swinemünde Strand

Swinoujscie (Swinemünde)

Reiseatlas: S. 224, B 2/3 »Die Stadt war sehr häßlich und sehr hübsch«, schrieb Theodor Fontane recht diplomatisch in seinen Erinnerungen über den Ort seiner Kindheit. Das war vor über 180 Jahren, als Fontane in Swinemünde lebte. Doch diese ambivalente Charakterisierung ist noch immer zutreffend. Flübsch ist Swinemünde wohl, wenn man auf die vereinzelte Gründerzeitarchitektur achtet, durch die lebhaften Straßen schlendert und vor allem das Seebadviertel am Strand besucht, blässlich ist die Stadt jedoch überall dort, wo Industrie und vor allem Militär ihre Spuren hinterlassen haben.

So ist der Hafen, der viertgrößte Polens, denn nur in zweiter Linie Anlegestelle für weiße Ausflugsschiffe oder die Fähren nach Schweden oder Dänemark. Vielmehr beherrschen zahlreiche Kräne und Industrieanlagen sowie die grauen Schiffe der polnischen Marine den Anblick. Und man muss bedenken, dass Swinemünde 1945 gründlich zerstört wurde – und die rasch hoch gezogenen Neubauten der Nachkriegszeit, aus der Wohnungsnot geboren, haben noch keinem Stadtbild wohlgetan.

Ursprünge

Industrie, Handel und Militär haben Swinemünde von Anbeginn geprägt. An dem Durchfluss Öwina (Swine) zwischen Stettiner Haff und Ostsee hatte sich nie eine großartige Kultur entwickelt. Die Swine war kein bedeutender Handelsweg. Sie mäanderte zwischen Wolin und Usedom dahin und neigte zum Versanden. Noch heute sind in der Stara Swina (Alten Swine), dem natürlichen Verlauf des Durchbruchs zur Ostsee, zahllose Sandbänke und Inselchen verteilt.

Bis ins 18. Jh. gab es Swinemünde noch gar nicht, nur zwei Dörfer an beiden Ufern des Flusses namens Westswine und Ostswine, von denen lediglich überliefert ist, dass sie sich die Einwohner gelegentlich wegen Kleinigkeiten in die Haare gerieten.

Der Ausbau zur Stadt war dann letztlich den Schweden zu verdanken, indirekt zumindest, denn der einzige Schifffahrtsweg zwischen Haff und Ostsee führte über den Peenestrom vorbei am damals schwedischen Wolgast, in dem gepfefferte Wegezölle erhoben wurden. Usedom, Stettin und Hinterpommern gehörten zu Preußen, Vorpommern westlich der Peene zu Schweden.

Der Erste, der Anfang des 18. Jh. in Erwägung zog, die Swine schiffbar zu machen und damit die Zölle und Abgaben im schwedischen Wolgast zu umgehen, war der sparsame Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. Allerdings war er so sparsam, dass er nicht ausreichend Mittel aufbringen wollte, um das Projekt zum Erfolg zu führen. Es ging ja nicht nur um den Fluss, sondern man brauchte auch eine verlässliche Hafenstadt mit einer Infrastruktur, die den Schiffsverkehr erst lukrativ machte. Mit den beiden Dörfern Ost- und Westswine war da kein Staat zu machen.

Zudem erwies sich die Swine als recht anfällig für die Macht der Gewässer. Kaum hatte man ein bisschen gebaggert und befestigt, schon machte eine herbstliche Flut alles wieder zunichte.

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HAFFKÜSTE 2

Am Hafen

Als Flandelsstadt hat sich Ueckermünde erst zu Beginn des 19. Jh. entwickelt, als der Flussabschnitt zwischen FHaff und Stadt schiffbar gemacht wurde. Noch heute ist es ein Erlebnis, mit einem der Ausflugsdampfer vom FHaff in die schmale Flussein-fahrt bis zum ebenfalls winzigen Flafen zu schippern, der heute nur noch als Anlegestelle für die Freizeitflotte dient. Für die Privatjachten ist in den vergangenen Jahren eine Marina direkt an der Flaffküste gebaut worden.

Ebenso wie die kleine Haupteinkaufsstraße mit ihren freundlichen Läden und der Schlosshof ist auch die Hafenanlage, Altes Bollwerk genannt, für den Tourismus fein gemacht worden. Doch als blühendes und vibrierendes Städtchen kann man Ueckermünde deswegen noch lange nicht bezeichnen. Zwar sind Stadt und idyllische Umgebung für ruhesuchende Touristen reizvolle Ziele, doch der Massenansturm wie auf Usedom blieb bislang aus. Für Gäste sicher ein Segen, doch für die darbende Wirtschaft kaum: Die Uecker-Randow-Region gehört zu den strukturschwächsten Gebieten Deutschlands.

Mönkebude

scheune-moenkebude

Reiseatlas: S. 223, D 3 Mönkebude, 5 km von Ueckermünde Richtung Anklam gelegen, ist noch immer so etwas wie ein Geheimtipp an der Haffküste. Das Dorf mit gut 700 Einwohnern und hübschen Reetdachhäusern blickt wie Ueckermünde auf eine lange Geschichte zurück. Es wurde 1244 erstmals erwähnt, als die Mönche aus dem Usedomer Kloster Grobe dort eine Fischersiedlung gründeten.

Das Dorf blieb über die Jahrhunderte unscheinbar, auch wenn es von Katastrophen wie Feuer, Krieg und Sturmflut nicht verschont blieb. Erst als 1930 der kleine Hafen ausgebaggert und der Sandstrand angeschwemmt wurde, entwickelte es sich zu einem Urlaubsort. Die wenigen Ferienbungalows, die dann zu DDR-Zeiten entstanden, blieben jedoch fest in der Hand von eingefleischten Mönkebude-Fans, die sich ihre Unterkunft manchmal noch heute schon im Vorjahr reservieren.

Die Anstrengungen, den Urlaubern mehr als nur Ruhe und Erholung zu bieten, blieben gleichwohl im bescheidenen Rahmen. Das Hafengelände wurde ausgebaut und zu einem Jachthafen umgewandelt. Und für Heimatkultur sorgt das kleine Museum, die Fischerstube (Am Kamp 13, Mai-Sept. Di, Do, Sa 14-16 Uhr).

Dort, wo die Oder sich zum Stettiner Haff verbreitert, beult sich am westlichen Ufer der Neuwarper See aus, den sich wie das Stettiner Haff Deutsche und Polen teilen. Am schmalen Haffeingang liegen beidseitig zwei winzige Orte, das deutsche Altwarp und das polnische Nowe Warpno (Neuwarp).

Altwarp

Reiseatlas: S. 226, B 2/3 Altwarp wurde im 12. Jh. als Sosnice erstmals erwähnt, aber kurz darauf nur noch Warpna genannt, was so viel wie Ankerplatz heißt. Die Bezeichnung trifft auch heute noch die Bedeutung beider Orte. Zwischen Altwarp und Nowe Warpno pendelt regelmäßig eine Fähre hin und her, die Fahrzeit beträgt kaum 15 Minuten. In dieser Zeit kann man jedoch in Windeseile den fährei- genen Duty Free Shop stürmen, denn schließlich handelt es sich (noch) um Grenzverkehr mit einem nicht EU- Staat. Vor Polens EU-Beitritt nutzten die Fahrgäste die Zeit, um schnell im Duty Free Shop einzukaufen. Doch seit diese Zeiten vorbei sind, kann man immerhin in Muße die idyllische Aussicht genießen. Einkäufen kann man dann doch noch in Nowe Warpno, wo einer der im Grenzgebiet obligatorischen >Polenmärkte« wartet, kleiner als in Swinoujscie (Swinemünde), aber ebenso mit preiswerten Waren bestückt. Die Zollabfertigung in Nowe Warpno und in Altwarp gehen daher recht lässig vonstatten – falls man nicht ersichtlich schwere Taschen schleppt.

Wer sich dann noch Zeit nimmt, über das hemmungslose Einkäufen hinaus die Landschaft zu erkunden, wird hingegen positiv überrascht. Ein lohnender Ausflug sind die Binnendünen bei Altwarp, von denen aus man einen herrlichen Rundblick über das Stettiner Haff hat.

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