Der Nordwesten


USEDOMS SCHMALSEITE

Auf einer schmalen Landbrücke zwischen Achterwasser und Meer, die den Norden und Süden der Insel verbindet, liegen – eingerahmt von den eleganten Kaiserbädern und dem stattlichen Zinnowitz – die stilleren Seebäder Usedoms. Die einstigen Fischerdörfer bieten neben einem beschaulichen Badeleben und einer familienfreundlichen Atmosphäre auch eine ab-wechslungsreiche Landschaft mit Steilküsten und Buchenwäldern.

Seebad Ückeritz

Reiseatlas: S. 219, E 4 Ückeritz, das wie alle Orte an diesem Küstenstreifen dem Achterwasser zugewandt liegt, ist das waldreichste Seebad der Insel. Von Bansin bis Kölpinsee erstreckt sich ein dichter Wald, in dem der weitgehend verlandete Wocknin- see nahe dem Ückeritzer Ostseestrand von Erlen und Buchen umgeben ein herrliches Ausflugsziel darstellt. Er hat sich als Teil eines Hochmoorverlandungsgebiets im Lauf der Zeit in zwei kleinere Seen aufgeteilt und steht unter Naturschutz. Ein Naturlehrpfad informiert mit Schautafeln über die dort typischen Pflanzen und Tiere, zu denen auch die Sumpfschildkröte gehört.

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Der Ort Ückeritz ist noch immer so beschaulich ländlich, dass ihm kaum anzumerken ist, dass dort im weitesten Sinne die Wiege des Usedom-Tourismus stand. Dort nämlich, nahe dem Wockninsee, gab es die erste verbürgte Herberge der Insel: Im Jahr 1388 gaben die Mönche einem Heinrich Netzeband die Erlaubnis, einen Krug zu führen, um »armer Leute willen, die da wandern und wanken und Not leiden um der Herberge willen« – und um des lieben Geldes willen natürlich, denn Gastwirt Netzeband musste den Mönchen eine beträchtliche Pacht abliefern. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Herberge schließlich zerstört und danach nicht wieder aufgebaut.

Das Beherbergungsgeschäft im größeren Stil griffen die Ückeritzer erst wieder zu Beginn des 20. Jh. auf, als drei Berliner sich in einem der beiden Gasthöfe des Ortes zur Sommerfrische niederließen und so begeistert von der Ruhe und der landschaftlichen Schönheit des Ortes waren, dass sie versprachen, im nächsten Jahr mit Kind und Kegel wiederzukommen. Die beiden Kneipiers, denn als Hotels konnte man die Gasthöfe damals noch nicht bezeichnen, beschlossen daraufhin, an der Landstraße Richtung Wockninsee und Ostsee Logierhäuser zu bauen der Anstoß für die Errichtung weiterer Ferienhäuser und Pensionen entlang der Waldstraße, die in den 1930er Jahren entstanden und als ‘Villenviertel- bezeichnet wurden.

Dort ließen sich damals zahlreiche Künstler nieder, und so entstand bald eine Art Künstlerkolonie in Ückeritz. Die Schönheiten der Insel und die relative Abgeschiedenheit von Ückeritz zogen Maler wie Otto Manigk (1902-1972) oder Flerbert Wegehaupt (1905-1959) in den Ort, wie später auch das Malerehepaar Manfred Kandt (1922-1992) und Susanne Kandt-Horn (1914-1996).

Der Massentourismus konnte in Ückeritz nie so recht Fuß fassen, was vor allem auf die wenigen Unterkünfte zurückzuführen war. Selbst heute gibt es nicht übermäßig viele Flotels und Pensionen. Die Massen strömten und strömen jedoch auf den Campingplatz, der sich über 10 ha und 4,5 km entlang der Küste im Wald ausbreitet. Zu DDR- Zeiten galt er als der größte Campingplatz Europas, auf dem 18000 Urlauber unterkamen. Mit seinen vielfältigen Freizeit- und Versorgungsmöglichkeiten konnte man ihn fast schon als Kleinstadt bezeichnen, jedenfalls war er größer als Ückeritz selbst. Mittlerweile ist der Massenbetrieb auf ein erträgliches Maß eingeschränkt worden. Doch Rummel herrscht dort immer noch, vor allem im Strandbereich, wo im Sommer ein fast mediterranes Ölsardinengefühl herrscht.

Das dörfliche Leben am Achterwasser blieb davon jedoch nahezu unberührt, und so findet man im alten Dorfkern noch immer hübsche Fischerhäuser rund um den neuen kleinen Sportboothafen, wo es auch eine Segel- und Surfschule gibt.

Für mehr Infos: Reisen Ostfriesische Inseln, Vietnam bay Halong, Mekong Flusskreuzfahrt Kambodscha, Vietnam Rundreise 14 Tage, Vietnam Laos Kambodscha Rundreise



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