Der Südosten 2


Strandpromenade

Die breite Promenade links und rechts der Seebrücke ist nicht nur eine beliebte Bummelmeile, sondern versorgt die Badegäste, die sich am Strand vergnügen und nicht weit laufen wollen, mit allem, was man an einem sonnigen Tag braucht. Es gibt zahlreiche Buden und Pavillons, wo man sich mit Sonnenöl, aufblasbaren Gummibällen, Sonnenschirmchen und dergleichen Kinkerlitzchen eindecken kann. Auch Trink- und Essbares ist im Angebot, vor allem aber immer wieder Eiskrem.

Auf dem Vorplatz zur Seebrücke befindet sich eine prächtige Jugendstil- Standuhr [2] mit einer Wetterkogge obendrauf. Sie wurde 1911 von einem Badegast gestiftet. Mittlerweile wurde sie restauriert und zeigt nun wieder die Zeit an.

Auch der hölzerne Konzertpavillon, in dem es im Sommer häufig die beliebten Kurkonzerte gibt, stammt noch aus der alten Bäderzeit. Er wurde 1900 gebaut und dient seither nahezu ununterbrochen der Unterhaltung der Badegäste.

Ortszentrum

Die Einkaufsmeile Ahlbecks ist die Seestraße, wo sich Läden des alltäglichen Bedarfs, aber auch diverse Boutiquen und Schmuckläden aneinander reihen. Sie führt auch in das Ortszentrum des alten Ahlbeck. Prachtvolle Bädervillen sind in der Gegend von See-, Bismarck-, Goethe- und Kaiser-straße zu entdecken. Eine der schönsten ist die Villa Auguste Viktoria in der Bismarckstraße, ein Zwillingsbau aus der Gründerzeit, in dem heute eines der schönsten Hotels untergebracht ist (siehe Unterkunft).

Der kleine Kurpark war einstmals das wirkliche Zentrum des Bäderbetriebes. Denn dort, in der Kurparkstraße 4, befand sich das Warmbad aus dem Jahr 1896, in dem sich die Gäste gesund gebadet hatten. Das Gebäude wurde jüngst umgebaut und beherbergt neben dem Rathaus nun auch die Heimatstube gj. Dort wird mittels zahlreicher Exponate die fast 200-jährige Geschichte Ahlbecks
nacherzählt, die in der Hauptsache eine Geschichte des Usedomer Bäderwesens ist (Mo-Do 9-12, Di auch 14-17 Uhr).

Gegenüber befindet sich auch Ahlbecks kleine neogotische Backsteinkirche [5] aus dem Jahr 1895, in der ein paar hübsche Buntglasfenster zu se-hen sind.

Seebad Heringsdorf
Seebad Heringsdorf

Seebad Heringsdorf

Reiseatlas: S. 224, A 1/2 Heringsdorf ist der Badeort der Prominenz, zumindest jener, deren Namen vielleicht nur noch die Großeltern kennen. Und Heringsdorf ist mit Abstand das mondänste Seebad Usedoms, ganz auf betuchte Gäste zugeschnitten und mit jenem Charme, der zwischen vornehmer Zurückhaltung und stolzem Repräsentieren angesiedelt ist. Die Lage des Ortes ist in der Tat traumhaft. Da gibt es nicht nur den herrlichen Usedomer Strand, sondern auch Waldgebie-te, viel Grün im Ort selbst, eine sanft hügelige Stadtlandschaft und natürlich die schönsten Villen der Ostseeküste.

Ursprünge

Das Seebad Heringsdorf wurde von Georg Bernhard von Bülow gegründet, nachdem er 1817 das Rittergut Gothen erworben hatte. Nur ein winziges Dorf namens Neukrug, das schon seit dem 14. Jh. nachgewiesen ist, existierte damals etwa auf der Höhe von Heringsdorf. Bülow siedelte zunächst ein paar Fischerfamilien auf dem Küstenstreifen an, weniger aus Nächstenliebe, sondern weil es just zu diesem Zeitpunkt eine staatliche Förderung für die Strandfischerei und das Einsalzen der Heringe gab.

Als König Friedrich Wilhelm III. mit zweien seiner Söhne – Friedrich Wilhelm, später der IV., und Wilhelm, später Kaiser Wilhelm I. – 1820 das Salz-hüttendorf besuchte, wurde der junge Kronprinz gefragt, welchen Namen er der neuen Siedlung geben wolle. Angesichts der Fischfässer fiel ihm nichts Besseres ein als Heringsdorf. Bei dem profanen Namen blieb es, auch wenn das heutige Heringsdorf in nichts mehr an die ärmlichen Ursprünge erinnert.

Bülow ließ 1824 schließlich die ’Bülow’sche Badeanstalt« errichten und sich selbst ein Jahr später in den Hügeln oberhalb des Strandes eine Villa bauen, die später als «Weißes Schloss« bezeichnet wurde und heute ein Hotel ist. Architekt war, soviel man weiß, der preußische Baumeister Karl Friedrich Schinkel. Bülow legte Wert darauf, dass nur Gäste der Hautevolee in seinem Heringsdorf die Sommerfrische genossen. So war auch die königliche und später kaiserliche Familie aus Berlin häufig zu Gast in dem rasch auf-strebenden Badeort.

Ihnen folgten Offiziersfamilien aus dem Kleinadel, höhere Beamte und schließlich auch Künstler, die allesamt dem Ort ein Flair von Noblesse verlie-hen. Was lag näher, als sich Kaiserbad zu nennen? Der Begriff Kaiserbad wurde nach der Wende wieder aufgegriffen, die Nachbarorte Ahlbeck und Bansin einbezogen und ein lukrativer Zweckverband gegründet, der jeden der drei Orte mit seinen Besonderheiten unter einem Dachverband ver-marktet.

Galt Heringsdorf um die Mitte des 19. Jh. noch als eine Art Geheimtipp für die überwiegend Berliner Noblesse, so eröffnete Hugo Delbrück, Direktor der Zementwerke Quistorp in Stettin, mit seinen Söhnen das Zeitalter der gezielten Vermarktung des Badeortes. Er gründete eine Aktiengesellschaft, kaufte Land und Liegenschaften und baute die ersten Prachtvillen. Einer der Delbrück-Söhne, Adalbert, war 1870 an der Gründung der Deutschen Bank AG beteiligt – einen besseren Fürsprecher für die geplanten Großinvestitionen konnte man gar nicht haben.

Die AG jedenfalls kaufte immer mehr Land, zunächst noch spekulativ. 1894 wurde Heringsdorf auf Drängen der Delbrücks und vermutlich des Haupt-investors Deutsche Bank via Swinemünde mit Stettin und somit auch Berlin durch eine Eisenbahnstrecke verbunden. Die bislang beschwerliche Anfahrt wurde somit enorm erleichtert und der Besucherstrom nach Usedom konnte fließen.

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