GESCHICHTE IM ÜBERBLICK


Frühzeit

Die ersten Menschen, hauptsächlich Jäger und Sammler, siedeln in der Steinzeit im pommerschen Küstengebiet. Völkerstämme der Trichterbecherkultur, benannt nach ihren charakteristischen Keramikformen, lassen sich an der Odermündung nieder. Sie betreiben Ackerbau und Viehzucht. Illyrische Volksgruppen der Lausitzer Kultur – sie stammen aus Südostmitteleuropa mit Kernland Bosnien – dringen von Süden bis zur Ostsee vor, ziehen sich aber nach kurzer Zeit wieder zurück. Etwa zur gleichen Zeit treffen germanische Stämme im pommerschen Küstengebiet ein, u. a. Goten, Burgunder, Rugier und Semnonen. Im Zuge der Völkerwanderung, die vermutlich aus wirtschaftlichen Gründen einsetzt, ziehen die germanischen Stämme Richtung Süden und Westen und hinterlassen ein nahezu menschenleeres Land. Slawische bzw. wendische Ostseestämme lassen sich an der Odermündung nieder und begründen ein blühendes Gemeinwesen, das auf freiem Bauerntum und einer Art demokratischem Königtum beruht. An der Odermündung auf Usedom und Wollin siedelt der Stamm der Liutizen.

Im Rahmen von slawischen Stammeskämpfen wird Karl der Große zu Hilfe gerufen und zwingt den liutizischen Oberkönig Dragawit zur Anerkennung seiner Lehenshoheit.

Wikinger dringen von Norden nach Pommern ein und bedrohen raubend und plündernd die Bewohner. Aber sie gründen auch ihre größte Handelssiedlung, die Jomsburg (Julin), das heutige Wolin (Wollin), wo sich eine Mischung aus slawischen und skandinavischen Kulturelementen herausbildet.

Die wendischen Stämme wehren sich gemeinsam gegen die deutschen Vormachtbestrebungen. Der >Wendenaufstand< macht die deutschen Ambitionen vorläufig zunichte.

Die Polen unter Boleslaw I. Chrobry gehen gegen die Wenden vor. Pommernherzog Wratislaw I. muss sich ihnen unterwerfen, erlangt jedoch nach dem Tod Boleslaws 1025 seine Eigenständigkeit zurück.

Christianisierung

Bischof Otto von Bamberg christianisiert die Liutizen auf Usedom. Der slawische Adel unterwirft sich, um seine Herrschaft nicht zu gefährden. Siedler aus Flandern, Westfalen, Niedersachsen und Holstein wandern ein.

1135 Kaiser Lothar III. von Sachsen gibt Pommern dem Polenherzog Boleslaw III. zum Lehen.

12.-13. Jh. Gründung von Städten, Grafschaften, Bistümern und Klöstern, die die Macht des Adels und der Kirche festigen.

1156 Prämonstratensermönche gründen das Kloster Grobe in der Nähe der Stadt Usedom. Nicht zuletzt durch den enormen Landbesitz, der mit dem Kloster verbunden ist, bleiben sie bis zur Reformation ein bedeutender Machtfaktor.

1163 Heinrich der Löwe unterwirft die Slawen in Pommern und verbündet sich mit dem Dänenkönig Waldemar I., der im Ostseeraum eine Vormachtstellung anstrebt.

1181 Nach Sturz und Ächtung Heinrichs des Löwen durch den deutschen Kaiser Friedrich I. bittet der Pommernherzog Bogislaw I. um kaiserlichen Schutz gegen die Dänen. Der Kaiser belehnt daraufhin den Herzog mit dessen eigenem Land. Wegen der kaiserlichen Kämpfe gegen den Papst in Italien bleibt den Pommern jedoch die erwünschte Hilfe verwehrt. Der Dänenkönig dringt erneut nach Pommern ein und zwingt Bogislaw unter seine Lehenshoheit.

1214 Kaiser Friedrich II. überlässt Pommern offiziell den Dänen, die es jedoch nach einer Schlacht 1227 an Brandenburg verlieren.
Wegen Erbstreitigkeiten wird Pommern in zwei Herzogtümer geteilt, in Pommern-Wolgast und Pommern-Stettin.

Auf dem Reichstag zu Frankfurt/Main wird nach erbitterten Kämpfen das Herzogtum Pommern-Stettin von Brandenburg als kaiserliches Lehen anerkannt. Brandenburg verzichtet jedoch nicht auf sein Erbrecht, sollte die pommersche Herrscherlinie aussterben.

Da der dänische König Waldemar IV. erneut Anspruch auf Pommern erhebt und zudem den freien Handel beschränken will, erklärt ihm die Hanse unter der Führung Stralsunds den Krieg, den sie ohne Hilfe des Kaisers gewinnt. Im Frieden von Stralsund 1370 erhält die Hanse – sie befindet sich auf dem Höhepunkt ihrer Macht – schließlich ein Mitspracherecht bei der dänischen Thronfolge. Pommern wird erneut geteilt, diesmal Pommern-Wolgast in die Herzogtümer Wolgast und Barth.

Herzog Bogislaw X. aus dem Geschlecht der Greifen, der als bedeutendster Pommernherzog gilt, eint Pommern, das aber nach seinem Tod 1523 noch mehrmals aufgeteilt wird.

Reformation und Dreißigjähriger Krieg

Die Reformation greift auch in Pommern, sämtliche Klöster werden säkularisiert und die Macht des Adels gestärkt. Kaiserliche Truppen unter Wallenstein verwüsten während des Dreißigjährigen Krieges das Land.

Am 6. Juni landet der schwedische König Gustav II. Adolf mit seinen Truppen bei Peenemünde, was dem Dreißigjährigen Krieg eine entscheidende Wende gibt. Zwar marodiert auch die schwedische Soldateska im Land, doch erweisen sich die Schweden als disziplinierter als die kaiserlichen Truppen und werden daher von der pom- merschen Bevölkerung erleichtert empfangen.

Das pommersche Fürstengeschlecht stirbt mit dem letzten Herzog Bogislaw XIV. aus. Brandenburg pocht nun aufseine Erbansprüche. Der brandenburgische Kurfürst kann im Rahmen des Westfälischen Friedens, der den Dreißigjährigen Krieg beendet, seine Ansprüche auf ganz Pommern nicht durchsetzen. Er erhält nur Hinterpommern, die Schweden Vorpommern mit Usedom, Wollin und Stettin. Der Schwedenkönig bekommt so mit der pommerschen Herzogswürde auch Sitz und Stimme im deutschen Reichstag.

Der brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm, der >Große Kurfürst«, erringt in der Schlacht bei Fehrbellin über die Schweden einen Sieg und beansprucht nun ganz Vorpommern. Er muss das erkämpfte Gebiet auf Einspruch Frankreichs bei den Friedensverhandlungen jedoch wieder herausgeben.

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EINE SENSIBLE LANDSCHAFT – DIE ODERMONDUNG

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