HAFFKÜSTE 2


Am Hafen

Als Flandelsstadt hat sich Ueckermünde erst zu Beginn des 19. Jh. entwickelt, als der Flussabschnitt zwischen FHaff und Stadt schiffbar gemacht wurde. Noch heute ist es ein Erlebnis, mit einem der Ausflugsdampfer vom FHaff in die schmale Flussein-fahrt bis zum ebenfalls winzigen Flafen zu schippern, der heute nur noch als Anlegestelle für die Freizeitflotte dient. Für die Privatjachten ist in den vergangenen Jahren eine Marina direkt an der Flaffküste gebaut worden.

Ebenso wie die kleine Haupteinkaufsstraße mit ihren freundlichen Läden und der Schlosshof ist auch die Hafenanlage, Altes Bollwerk genannt, für den Tourismus fein gemacht worden. Doch als blühendes und vibrierendes Städtchen kann man Ueckermünde deswegen noch lange nicht bezeichnen. Zwar sind Stadt und idyllische Umgebung für ruhesuchende Touristen reizvolle Ziele, doch der Massenansturm wie auf Usedom blieb bislang aus. Für Gäste sicher ein Segen, doch für die darbende Wirtschaft kaum: Die Uecker-Randow-Region gehört zu den strukturschwächsten Gebieten Deutschlands.

Mönkebude

scheune-moenkebude

Reiseatlas: S. 223, D 3 Mönkebude, 5 km von Ueckermünde Richtung Anklam gelegen, ist noch immer so etwas wie ein Geheimtipp an der Haffküste. Das Dorf mit gut 700 Einwohnern und hübschen Reetdachhäusern blickt wie Ueckermünde auf eine lange Geschichte zurück. Es wurde 1244 erstmals erwähnt, als die Mönche aus dem Usedomer Kloster Grobe dort eine Fischersiedlung gründeten.

Das Dorf blieb über die Jahrhunderte unscheinbar, auch wenn es von Katastrophen wie Feuer, Krieg und Sturmflut nicht verschont blieb. Erst als 1930 der kleine Hafen ausgebaggert und der Sandstrand angeschwemmt wurde, entwickelte es sich zu einem Urlaubsort. Die wenigen Ferienbungalows, die dann zu DDR-Zeiten entstanden, blieben jedoch fest in der Hand von eingefleischten Mönkebude-Fans, die sich ihre Unterkunft manchmal noch heute schon im Vorjahr reservieren.

Die Anstrengungen, den Urlaubern mehr als nur Ruhe und Erholung zu bieten, blieben gleichwohl im bescheidenen Rahmen. Das Hafengelände wurde ausgebaut und zu einem Jachthafen umgewandelt. Und für Heimatkultur sorgt das kleine Museum, die Fischerstube (Am Kamp 13, Mai-Sept. Di, Do, Sa 14-16 Uhr).

Dort, wo die Oder sich zum Stettiner Haff verbreitert, beult sich am westlichen Ufer der Neuwarper See aus, den sich wie das Stettiner Haff Deutsche und Polen teilen. Am schmalen Haffeingang liegen beidseitig zwei winzige Orte, das deutsche Altwarp und das polnische Nowe Warpno (Neuwarp).

Altwarp

Reiseatlas: S. 226, B 2/3 Altwarp wurde im 12. Jh. als Sosnice erstmals erwähnt, aber kurz darauf nur noch Warpna genannt, was so viel wie Ankerplatz heißt. Die Bezeichnung trifft auch heute noch die Bedeutung beider Orte. Zwischen Altwarp und Nowe Warpno pendelt regelmäßig eine Fähre hin und her, die Fahrzeit beträgt kaum 15 Minuten. In dieser Zeit kann man jedoch in Windeseile den fährei- genen Duty Free Shop stürmen, denn schließlich handelt es sich (noch) um Grenzverkehr mit einem nicht EU- Staat. Vor Polens EU-Beitritt nutzten die Fahrgäste die Zeit, um schnell im Duty Free Shop einzukaufen. Doch seit diese Zeiten vorbei sind, kann man immerhin in Muße die idyllische Aussicht genießen. Einkäufen kann man dann doch noch in Nowe Warpno, wo einer der im Grenzgebiet obligatorischen >Polenmärkte« wartet, kleiner als in Swinoujscie (Swinemünde), aber ebenso mit preiswerten Waren bestückt. Die Zollabfertigung in Nowe Warpno und in Altwarp gehen daher recht lässig vonstatten – falls man nicht ersichtlich schwere Taschen schleppt.

Wer sich dann noch Zeit nimmt, über das hemmungslose Einkäufen hinaus die Landschaft zu erkunden, wird hingegen positiv überrascht. Ein lohnender Ausflug sind die Binnendünen bei Altwarp, von denen aus man einen herrlichen Rundblick über das Stettiner Haff hat.

See more: Croisière Mekong Ho Chi Minh | tour ninh binh 1 jour | visas pour le vietnam | saigon phnom penh bateau | voyage au vietnam et cambodge



EINE SENSIBLE LANDSCHAFT – DIE ODERMONDUNG

EINE SENSIBLE LANDSCHAFT – DIE ODERMONDUNG

April 4, 2019

Als -Landschaft pur- könnte man die Odermündung bezeichnen, ein Gebiet, das die beiden Inseln Usedom und Wolin, das Stettiner Haff und das angrenzende Festland umfasst. Es sieht dort nicht nur so seelentröstend schön aus mit den Stränden, dem ewig rauschenden…  Đọc tiếp

METROPOLE SZCZECIN (STETTIN) 2

METROPOLE SZCZECIN (STETTIN) 2

April 4, 2019

Schloss der Pommerschen Herzoge Im Mittelpunkt des Stettiner Stadtbilds steht unübersehbar das alte Schloss der Pommerschen Herzoge (Zamek Ksigzgt Pomorskich), das 1945 nach Bombenangriffen völlig ausgebrannt war, aber bis 1980 rekonstruiert wurde. Die kostbare Innenausstattung war größtenteils vernichtet oder ver-schwunden…  Đọc tiếp

METROPOLE SZCZECIN (STETTIN)

METROPOLE SZCZECIN (STETTIN)

April 4, 2019

Ein Ausflug in die größte pommersche Metropole – einstiges Zentrum pommerscher Herrlichkeit und Macht – gehört zu den Höhepunkten eines Urlaubs auf Usedom. Die angebotenen Ausflüge dauern zwar nur einen Tag lang, ermöglichen aber zumindest ei-nen Eindruck dieser alten und…  Đọc tiếp

INSEL WOLIN (WOLLIN) 3

INSEL WOLIN (WOLLIN) 3

April 4, 2019

Stadt Wolin (Wollin) Reiseatlas: S. 225, F 2 Wolin hat zwar der ganzen Insel den Namen gegeben, oder vielleicht auch umgekehrt, aber der Ort gehört zweifellos zu den ältesten Ansiedlungen auf dieser Insel, auch wenn dessen Ursprünge kaum bekannt sind.…  Đọc tiếp

INSEL WOLIN (WOLLIN) 2

INSEL WOLIN (WOLLIN) 2

April 4, 2019

Miedzyzdroje (Misdroy) Reiseatlas: S. 225, D 2 Der altehrwürdige Badeort Mi^dzyz- droje (Misdroy) kann sich nicht nur eines breiten Sandstrands mit einer 3 km langen Promenade sowie romantischer Klippen, die bis zu 95 m tief ins Meer abfallen, sondern auch…  Đọc tiếp