INSEL WOLIN (WOLLIN)


Die beiden Inseln Usedom und Wolin bilden gemeinsam eine Barriere vor der Odermündung, die das sanfte Stettiner Haff vor der Ostsee schützt. So ist Wolin ebenso wie Usedom eine Strandinsel mit traditionellen Seebädern und idyllischem Hinterland, bietet aber mehr urtümliche und weitgehend unberührte Landschaft, die noch nicht allzu sehr vom Massentourismus überwuchert ist.
Die Insel Wolin (Wohin) ist mit 247 km2 kleiner als Usedom und von der Schwesterinsel nur durch die Swina (Swine) und vom östlichen Festland – als Pendant zum Peenestrom – durch die Dziwna (Dievenow) getrennt. Doch diese vergleichsweise kleine Insel birgt eine wunderbare Naturlandschaft, das klimatisch wärmste Seebad der gesamten Ostsee und eine der ältesten Siedlungen Pommerns. Kennzeichnend für Wolin sind Seen, Feuchtgebiete, hügeliges Waldland und verschlafene Dörfer, die noch den Charme, aber auch die Armut längst vergangener Zeiten haben.

Wolinski Park Narodowy (Nationalpark Wollin)

Reiseatlas: S. 225, D/E 2/3 Wolin ist vom westlichen Tourismus noch weitgehend unentdeckt, was vielleicht so schlecht nicht ist, denn die einzigartige Naturlandschaft verträgt den Ansturm nur unter erheblichen Einbußen. Deswegen ist sie auch seit langem geschützt und als Wolinski Park Narodowy (Nationalpark Wolin) strengen Schutzbestimmungen unterstellt. Nach nur etwa 15 km Fahrt von Swinemünde aus erreicht man das 110 km2 große Gebiet, das von der Steilküste hinter Mi^dzyz- droje (Misdroy) bis hinunter zur Haffküste reicht.

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Wolinski Park Narodowy im Winter

Ausgeschilderte Wanderwege führen durch Wälder und über sanfte Hügel, in denen sich u. a. Wildschweine, Rotwild und Dachse tummeln. Das freie Umherschweifen abseits der Wege ist strikt untersagt, da in dem Gebiet seltene Pflanzen und Tiere eine Heimat gefunden haben, darunter auch Wisente, denen nahe Misdroy ein eigenes Reservat geschaffen wurde. Ohnehin mag man den schweren Tieren nicht unbedingt >Aug’ in Aug’< be-gegnen: Sie sind ziemlich schnell, erstaunlich behende und können einen Menschen im Nu einholen und zertrampeln. Deswegen kann man sie auch nur von einer Aussichtsplattform beobachten.

Lubin (Lebbin) und Jezio- ro Turkusowe (Türkissee)

Reiseatlas: S. 225, D 3 Das Dörfchen Lubin (Lebbin) an der Haffseite des Nationalparks gilt neben dem eleganten Misdroy als das begehrteste und relativ teuerste Wohngebiet auf Wolin, vermutlich wegen der großartigen Lage am Haff mit der Steilküste, dem Ausblick auf den Je- zioro Wicko Wielkie (Großer Vietziger See) mit seinen Sandbänken und Inselchen und das Wielki Zalew (Großes Haff) – und nicht zu vergessen dem herrlichen Hinterland des Nationalparks.

Bereits im Mittelalter wurde der heute bescheidene Ort als bedeutende Stadt bezeichnet, als »magna civitas Luibnk Immerhin beherrschte Lebbin bis zum Bau der »Kaiserfahrt« den Zugang über die Swine zur Ostsee. Als sehr geschäftstüchtig haben sich die Lebbiner aber offenbar nicht erwiesen: Als Durchfahrtszoll verlangte der befehlshabende Schlossvogt nur ein Brot und eine Flasche Bier. Nun gut, das war 1304, und gewiss haben andere Herren später oder auch früher einiges mehr verlangt. Doch zur blühenden Handelsstadt reichte es offenbar nie. Dazu war die Swine auch zu unbedeutend.

Das änderte sich in gewisser Weise erst 1855, als der Stettiner Kommerzienrat Quistorp die Kreidegruben der Umgebung auszubeuten beschloss und eine der ältesten Zementfabriken Deutschlands begründete. Das gesamte Zementwerk wurde jedoch nach 1945 von den Sowjets demontiert und gen Osten abtransportiert. Einige Produkte des Werks sind jedoch noch erhalten, wenn auch nicht unbedingt sehenswert, u. a. Betonröhren an den Hängen zwischen Misdroy und Lebbin: Sie sind die Reste von Abschussrampen für die Raketen aus Peenemünde.

Die schönste Hinterlassenschaft der Quistorpschen Fabrik ist jedoch friedlicher Natur. Der Jezioro Turkusowe (Türkissee) ist ein alter Kreidebruch, der sich mit Wasser gefüllt hat. Dessen Farbe ist, zumindest bei Sonnenschein, tatsächlich so tief und leuchtend türkisgrün, dass man fast an eine Erscheinung glauben möchte.

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