KLEINE INSEL-SCHWESTERN – GREIFSWALDER OIE UND RÜDEN


Gewalten des Meeres bedroht und heute beliebte Ausflugsziele für Touristen.

Die Greifswalder Oie ist mit ca. 62 ha die größere der beiden Inseln. Ihr ursprünglicher Name lautete Swante Wostrossna, slawisch für heilige Insel. Ihren heutigen Namen erhielt die Insel, als einer der Pommernherzöge sie Ende des 13. Jh. wegen Geldmangel an die Stadt Greifswald verkaufte.

Für die Fischer bedeutet die Greifswalder Oie bis heute Zufluchtshafen und Orientierung, denn 1853 erhielt die Insel einen Leuchtturm, einen Nothafen sowie ein See- mansheim, damit die bei Unwetter oder sonstigen Notfällen anlandenden Seeleute Schutz fanden. Die abgeschiedene Lage lockte auch die Peenemünder Raketenbauer an. Sie bezogen die Greifswaider Oie 1935 in das Sperrgebiet um den Peenemünder Haken ein und errichteten dort eine Abschussrampe und Bunker. Ab 1957 besetzte die Marine der DDR das Eiland und erklärte es erneut zum Sperrgebiet.

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Die Greifswaider Oie, Usedom

Heute steht die Greifswaider Oie unter Naturschutz. In früheren Jahrhunderten war die Insel mit dichtem Wald bewachsen, der jedoch bis ins 19. Jh. von den jeweiligen Bewohnern oder Besatzern nach und nach abgeholzt wurde. Erhalten geblieben ist nur noch ein sorgsam gehegtes Wäldchen, ein stilles Naturparadies am Rande der Steilküste. Auf den Wiesen mit ihren zahllosen Kräutern und Beerensträuchern weidet seit ein paar Jahren eine kleine Herde von Heidschnucken, die sich auf der Oie äußerst heimisch fühlen.

Auf dem Rüden hingegen gibt es kaum Tiere, einige Schafe, auch Füchse und ein paar Ringelnattern vielleicht, aber die ziehen die Flucht vor Zweibeinern vor. Dafür gibt es jede Menge Vögel, für die der Südteil der Insel reserviert ist – ein Vogelschutzgebiet, das auf keinen Fall betreten werden darf.

Die Insel mit ihren 27 ha war einstmals wohl eine Landbrücke, die mit der rü- genschen Halbinsel Mönchgut verbunden gewesen ist. Doch die Landverbindung ging während der großen Sturmflut an Allerheiligen 1304 unter. Seit jener Zeit hat die schmale Insel noch mehr Land verloren, seit dem 17. Jh. etwa ein Drittel ihres Umfangs. Erst die Uferschutzbauten von 1905 und die teilweise Aufforstung haben den Landverlust weitgehend zum Stillstand gebracht.

Über Jahrhunderte war die Insel offenbar unbewohnt, bis die Dänen im 17. Jh. dort eine Zoll- und Lotsenstation einrichteten. Seither bewirtschafteten auch ein paar Pächter die karge Insel. 1935 mussten auch sie den Peenemünder Raketenforschern weichen, und später kam die Rote Armee und dann die Volksarmee der DDR. Seither ist die Insel unbewohnt, aber ein beliebtes Ausflugsziel, allerdings nur für Gäste, die die Regeln des Naturschutzes zu respektieren wissen.

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