LANDSCHAFTEN UND NATURRAUM


Naturpark Usedom

Was die Menschen auf Usedom besonders anlockt, ist natürlich der Sandstrand. Fast 40 km lang erstreckt er sich, ist bis zu 70 m breit und feinkörnig. Hinzu kommt natürlich das traumhafte Wetter – Usedom ist die sonnenreichste Insel Deutschlands.

Doch im Hinterland und manchmal gar nicht so weit entfernt vom trubeligen Strand verbergen sich Biotope, die einer vom Aussterben bedrohten Fauna und Flora Lebensraum bieten. Die schilfgesäumten Boddengewässer, die Steilküsten und Binnendünen, Moore, Feuchtwiesen, Magerrasen und große Waldgebiete mit altem Baumbestand verdanken ihre Existenz den nacheiszeitlichen Prozessen, sind ständigen Veränderungen unterworfen, aber durch den Menschen und seine Zivilisation bedroht. Die gesamte Insel ist deswegen als Naturpark ausgewiesen.

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Salzwiesen und Bodden

Die Naturschutzgebiete – das älteste und größte ist der Peenemünder Haken mit Struck und Rüden – umfassen Salzwiesen- und Strandwall-Land-schaften sowie weite Flachgewässer. Dort finden zahlreiche Wasser- und Watvogelarten ein ungestörtes Brut-, Rast- und Nahrungsgebiet. Ein Vogelschutzgebiet ist z. B. die Halbinsel Cosim am Balmer See, wo u. a. Rotschenkel, Bekassine und Kibitze brüten. Auch die Südspitze des Gnitz mit dem Weißen Berg ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Auf der 32 m hohen Steilküste gedeihen Wacholder- und Kiefernwälder, auf den Magerrasen Grasnelken oder Silbergras, und in den Feuchtbiotopen mit ihren Orchideen und Sumpfläusekraut hüpfen und quaken Moor-, Gras- und Springfrösche.

Moore und Moorseen

Sümpfe und Moore sind ein Tummelplatz selten gewordener Tiere und Pflanzen. Der etwa 15 m tiefe Mümmelkensee beispielsweise, eigentlich ein Hochmoor, das aus der fortschreitenden Verlandung eines nährstoffarmen Restsees hervorgegangen ist, wurde nie entwässert und landwirtschaftlich genutzt. Der Tümpel wimmelt mit seiner geschützten Umgebung ebenso wie der Wockninsee von einem pflanzlichen Leben, das man ansonsten nur noch in botanischen Gärten zu sehen bekommt. Dazu gehört auch der Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze, die angesichts der reichhaltigen Insektenwelt, darunter auch wunderschöne Libellen, in diesem Umfeld reichlich Nahrung findet.

Eine schillernde Pflanzen- und Tierwelt fand auch im Naturschutzgebiet Gothensee eine Heimat, ein Gebiet, das nicht nur den 1,5 m tiefen Flachsee selbst umfasst, sondern auch die angrenzenden Moore im Thurbruch. Verschiedene Entenarten und Graugänse tummeln sich dort mit Vorliebe. In den angrenzenden Feuchtgebieten, in denen Orchideen und Lungenenzian blühen, kann man bei viel Glück farbenprächtige Schmetterlinge beobachten wie den Dukatenfalter, den Feuerfalter oder den Moorbläuling. Der Gothensee ist auch Kernzone eines Schongebiets für Fischotter, die pro Pärchen bis zu 10 km2 Wasserfläche oder 20 km Flusslauf beanspruchen. Die Tiere sind jedoch so scheu, dass man sie kaum zu Gesicht bekommt.

Wälder

ln den ausgedehnten Waldgebieten, wie dem größten zwischen den Orten Usedom und Mellenthin, lassen sich zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter erholsame Spaziergänge und zahlreiche Entdeckungen machen. Prachtvoll gedeiht dort unter Ahorn, Buchen, Eschen, Kornelkirschen, Rosskastanien und Linden der seltene Königsfarn, der bis zu 150 cm wachsen kann.

Eines der schönsten Waldgebiete steht ebenfalls unter Naturschutz, der Golm, eine Buchenwaldgemeinschaft mit dichtem Untergehölz und hellen Lichtungen, auf denen Perlsgras, Zahnwurz und Schattenblumen anzutreffen sind. In den alten Bäumen nisten Waldkäuze, Dohlen, Hohltauben und zahlreiche Spechtarten, wie man gelegentlich am morseartigen Klopfen hören kann.

Ostseewasser

Die Ostsee ist ein äußerst empfindliches Biotop, da der natürliche Wasseraustausch gering ist. Nur schmale Zugänge aus der Nordsee versorgen das faktische Binnenmeer mit Frischwasser. Zudem ist die Ostsee relativ flach, eine natürliche Revitalisierung vollzieht sich deswegen langsamer als in den offenen Meeren.

Maßnahmen der Anrainerstaaten haben in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass die Wasserqualität, besonders an der Küste und an den Badestränden, wieder gute Qualität erreicht hat – auch wenn die Gefahren von Missbrauch durch Einleitungen giftiger Stoffe aus Industrie, Landwirtschaft und Schifffahrt nicht überall und noch lange nicht überschaubar oder gar gebannt sind.

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