METROPOLE SZCZECIN (STETTIN) 2


Schloss der Pommerschen Herzoge

Im Mittelpunkt des Stettiner Stadtbilds steht unübersehbar das alte Schloss der Pommerschen Herzoge (Zamek Ksigzgt Pomorskich), das 1945 nach Bombenangriffen völlig ausgebrannt war, aber bis 1980 rekonstruiert wurde. Die kostbare Innenausstattung war größtenteils vernichtet oder ver-schwunden und konnte nur unvollständig ersetzt werden. Das gewaltige Gebäude mit den fünf Flügeln und zwei Innenhöfen erhielt eine neue Be-stimmung als Veranstaltungszentrum: Neben dem Schlossmuseum wurde in einem der Flügel, dem Bogislaw- Bau, ein Theater untergebracht, und die Schlosskirche dient als Konzertsaal, wobei im Sommer auch im Haupthof Konzerte stattfinden.

Im Gewölbe an der Ostseite ruhen nun auf ewig und friedlich die Gebeine der Herzoge. Von der Turmspitze aus, zu der 200 Stufen führen, hat man einen weiten Blick über die Stadt und das Haff (Di-So 9-17 Uhr).

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Stettin – Schloss der Pommerschen Herzöge

Schlossumgebung

Außer den Kirchen haben nicht viele mittelalterlichen Bauwerke die Kriege und die Stadterweiterung überstanden. Zu den wenigen gehört die Bastei der Sieben Mäntel (Baszta Siedmiu Plazczy), ein Wehrturm aus dem 14. Jh.

Der Loitzenhof (Kamienica Loitza) zu Füßen des Schlosses, eine bildhübsche Renaissancevilla aus dem 16. Jh., ist 1956 weitgehend originalgetreu wieder aufgebaut worden. Sie war dereinst das Stadtpalais der reichen Bankiersfamilie Loytz oder Lozi- ce, deren Oberhaupt Hans gleichzeitig auch Bürgermeister Stettins war. Im 17. Jh. betrieb dort die Schweizer Familie Dubendorf eine Zuckerbäckerei, auch später diente die Villa unterschiedli-chen kommerziellen Zwecken. Heute ist in dem weißen Gebäude die Hochschule der Künste untergebracht.

Ein paar Schritte vom Loitzenhof entfernt steht das Alte Rathaus (Stary Ratusz). Ursprünglich um 1450 errichtet, erhielt es im 17. Jh. eine barocke Fassade und wurde schließlich 1972 in seinem originären gotischen Stil restauriert. Lediglich eine der Giebelwände behielt ein paar barocke Anklänge bei. Heute befindet sich in dem Gebäude das Stadtmuseum (Muzeum Miasta Szczecina, Di, Do-So 10-16, Mi 9-15 Uhr).

Das Rathaus stand lange Zeit auf einsamer Flur, da die Umgebung nach dem Zweiten Weltkrieg völlig zerstört war. In den vergangenen Jahren wurde jedoch eine Häuserzeile errichtet, die sich an historische Vorbilder anlehnt – es sieht aus, als stünden die Häuser um das Rathaus seit dem Mittelalter dort. Ein kleines Restaurant, das im Sommer seine Tische vor dem Rathaus aufstellt, ist ebenfalls vorhanden.

Südlich des Schlosses zur Oder hin sind die meisten alten Gebäude erhalten geblieben, wie die Johanniskirche (Kosciot Sw. Jana) aus dem 13. bzw. frühen 14. Jh. In der Gegend um die Kirche finden sich auch noch ein paar Fragmente der mittelalterlichen Wehranlage.

Mit gewaltigen Kirchen ist Stettin reichlich gesegnet. Die Jakobikirche (Kosciot Sw. Jakuba), ein wuchtiger Backsteinbau aus dem 14. und 15 Jh. gilt als die größte Kirche Pommerns und ist heute Bischofssitz. Der Innenraum der Kathedrale wirkt entgegen dem äußeren Prachtversprechen relativ nüchtern, da viele der Kirchenschätze und Kostbarkeiten im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Nur Teile des gotischen Hauptaltars stammen noch aus der ursprünglichen Einrichtung.

Auch die ewige Ruhe des Organisten Carl Loewe (1796-1869) blieb unangetastet. Das Herz des Komponisten, der Goethes >Erlkönig< vertonte, ist in einem Pfeiler nahe der Orgel beigesetzt.

Auch einige Barockbauten aus der frühen preußischen Zeit sind in Schlossnähe noch erhalten, etwa um den plac Mariacki, wo 1729 in einem Palast das pommersche Adelstöchterlein Sophie von Anhalt-Zerbst geboren wurde, die später als russische Zarin Katharina die Große eine legendäre Karriere machte.

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