METROPOLE SZCZECIN (STETTIN)


Ein Ausflug in die größte pommersche Metropole – einstiges Zentrum pommerscher Herrlichkeit und Macht – gehört zu den Höhepunkten eines Urlaubs auf Usedom. Die angebotenen Ausflüge dauern zwar nur einen Tag lang, ermöglichen aber zumindest ei-nen Eindruck dieser alten und doch so vitalen Stadt an der Odermündung mit ihren vielen historischen Sehenswürdigkeiten und dem lebendigen Stadtleben.

Szczecin (Stettin) ist eine Metropole mit ca. 400000 Einwohnern – Polens siebt- größte Stadt und zudem wichtigster Hafen des Landes in ihrer Gesamtheit unübersichtlich und auf jeden Fall lebhaft und modern. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie zu 60 % zerstört, die in Trümmer liegende Altstadt daraufhin in weiten Teilen eingeebnet und anders als in Warschau nicht wieder vollständig, sondern nur teilweise rekonstruiert. Was die Bomben übrig gelassen haben, wurde in den vergangenen Jahren restauriert, insbesondere die historischen Bauten. Doch auch unansehnliche Neubauten sind im Stadtbild vertreten, mitsamt den »Segnungen« des modernen Lebens, wie viel Verkehr, internationale Imbissketten, einiger Touristennepp und leider auch Taschendiebe, die sich besonders an Touristengruppen hängen.

Der Glanz dieser alten Handelsstadt schimmert jedoch überall dort durch, wo die alten Bauwerke, Anlagen oder ganze Straßenzüge erhalten blieben und vom früheren Reichtum und Selbstbewusstsein Stettins zeugen. Und er zeigt sich auch dort, wo die vielen tausend Studenten der insgesamt fünf Hochschulen ihre eigene, jugendfrische Kultur geschaffen haben.

rathaus-stettin

Rathaus von Stettin, ehemalige pommersche Provinzialregierung

Ursprünge

Die Lage an einer Schmalstelle am Westufer der Oder, bevor sich der Fluss erst zum Stettiner Haff öffnet und dann über die drei Durchbrüche, die Usedom und Wolin einrahmen und teilen, in die Ostsee fließt, hat die Entwicklung Stettins gefördert. Die Bedeutung dieses Standorts müssen bereits die ersten Siedler erkannt haben, denn schon um 700 ist eine Tempelburg bezeugt, etwa an der Stelle, an der heute das Schloss steht.

Nach der Eroberung durch das Christentum und durch deutsche Siedler im 12. Jh. entwickelte sich Stettin rasch zu einer blühenden Handelsmetropole, die ihren Status mit einer starken Befestigungsanlage demonstrierte, nachdem sie 1272 der Hanse beigetreten war. Bald jedoch erweckte sie das Interesse der Pommernfürsten, die die unabhängige Macht der Stadt brachen und sie als Herrschersitz auswählten.

Anstelle des alten wendischen Burgwalls entstand im Jahr 1346 das erste Steinhaus, ein Vorläufer des Schlosses, das in den folgenden Jahrhunderten ständig erweitert und umgebaut wurde.

Schweden und Preußen

Im Jahr 1630, während des Dreißigjährigen Krieges, fiel Stettin in die Hände der Schweden. Das Schloss und die pommersche Herzogswürde waren für die neuen Lehensherren von nur geringer Bedeutung. Als 1637 der letzte Pommernherrscher Bogislaw XIV. starb, vergaß man schlichtweg, ihn zu bestatten. Sein Sarg stand 17 Jahre lang in einem Raum des Schlosses, bevor man sich seiner erinnerte und ihn in der Schlosskapelle beisetzte.

1720, nach den Nordischen Kriegen, ging Stettin schließlich an die Preußen. Unter ihrer Herrschaft wurde zunächst die mittelalterliche Befestigung geschleift und dafür eine neue errichtet. Das Schloss, das seit Bogislaws Tod immer mehr verfallen war, wurde wieder aufgebaut und das Stadtbild grundlegend verändert.

Im 19. Jh. hatte sich Stettin zu einem blühenden Verwaltungs- und WirtSchaftszentrum entwickelt, und die Stadt expandierte so sehr, dass auch die preußische Befestigungsanlage abgerissen wurde. Nach Entwürfen des französischen Architekten und Cityplaners Haussmann, der bereits Paris umgestaltet hatte, entstanden breite Boulevards mit repräsentativen Bürgerhäusern, eine Anlage, die man noch heute vor allem um den plac Grunwaldski nachvollziehen kann, der mit seinen sternförmig abzweigenden Straßen und den schönen ehrwürdigen Häusern tatsächlich ein wenig an Paris erinnert.

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INSEL WOLIN (WOLLIN) 3

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