Peenestrom und Haffküste 3


Das alte Rathaus, Wolgast
Das alte Rathaus, Wolgast

Altes Rathaus

Zu Füßen der Kirche befindet sich am Marktplatz das überaus schmucke alte Rathaus, das neben der Kirche eines der ältesten Gebäude der Stadt ist. Es wurde ursprünglich 1512 errichtet, aber ebenfalls durch den Stadtbrand von 1713 weitgehend zerstört und ein paar Jahre später wieder auf-gebaut. Weitere Umbauten erfolgten im Lauf der Jahrhunderte, und so zeigt es sich heute in einer Mischung aus Gotik, Renaissance und Barock. In dem Bau befindet sich heute u. a. auch die Stadt-Information.

Einen Schnellkurs in Wolgaster Geschichte bietet der Brunnen vor dem Haupteingang. Er wurde 1936 von Kurt Baer geschaffen und zeigt auf zehn Bildtafeln die bedeutendsten Ereignisse der Stadtgeschichte.

Stadtmuseum

Das Gebäude neben dem Rathaus, an der gestuften Dachform leicht auszumachen und wegen dieser auch »Kaffeemühle« genannt, stammt aus dem 17. Jh. Das ursprünglich als Kornspeicher errichtete Haus überstand als eines der wenigen Gebäude jenen verheerenden Brand von 1713. Das Gast-hausschild über dem Museumseingang weist auf die Funktion hin, die es am längsten in seiner Geschichte innehatte: Ab 1813 wurde es als Gast-haus »Zur Goldenen Traube« genutzt. Heute birgt es das Stadtmuseum. Neben lokal- und regionalhistorischen Exponaten, wie einer Nachbildung des Peenemünder Goldschatzes, befindet sich in dem Museum auch ein Modell des verschwundenen Pommernschlosses, das seinerzeit als die prachtvollste Residenz an der Ostsee galt (Juni-Aug. Di-Fr 10-18, Sa u. So 10-14 Uhr, Sept.-Mai Di-Fr 10-17, Sa 10-14 Uhr).

Gertrudenkapelle

Ein architektonisches Kleinod verbirgt sich ein Stück außerhalb der ursprünglichen Stadtmauer, nach heutiger Stadtausdehnung am Rande der Altstadt. Die Gertrudenkapelle, auf dem alten Friedhof an der Chausseestraße gelegen, wurde 1420 als Hospitalskapelle erbaut. Hospitäler wurden im Mittelalter jene Unterkünfte genannt, die Reisenden zur Verfügung standen, die nach Einbruch der Dunkelheit und somit Schließung der Stadttore nicht mehr die Gasthäuser innerhalb der Mauern erreichen konnten. Eine Kapelle zur geistlichen Erbauung der erschöpften Wanderer gehörte stets dazu. Später diente sie dann auch als Begräbniskapelle.

Eine Legende erzählt, dass Pommernherzog BogislawX. oderWratislaw VI. die Kapelle als Dank für die glückliche Rückkehr von einer Pilgerreise ins Heilige Land errichten ließ. Sie wurde zwar tatsächlich nach dem Vorbild der Erlöserkirche in Jerusalem errichtet, aber sehr viel kleiner und bescheidener. Dennoch ist der zwölfeckige Bau mit seinem ebenfalls zwölfeckigen Dach und den sechs Türmchen sehr hübsch anzusehen. Das Dach wird im Innenraum von einer stabilen und gleichzeitig zierlich wirkenden Säule getragen, die sich oben zu einem prachtvollen Sternengewölbe entfächert.

Kröslin und Freest

Reiseatlas: S. 218, A 2 Ruhig geht es an der Festlandsküste des Peenestroms zu. Doch auch hier gibt es reizvolle touristische Angebote. Der kleine Ort Kröslin verfügt über eine ansehnliche Marina mit Bootshalle, Jachthafen, Restaurants und einer Tauchschule. Und darüber hinaus auch über eine hübsche gotische Backsteinkirche aus dem 15. Jh. Sie birgt eine besondere Kostbarkeit, nämlich einen großen Freester Fischerteppich (4,10 m x 2,80 m), der die Kreuzigung Jesu darstellt. Er wurde 1948 von vier Frauen geknüpft, die dafür über 2000 Stunden gebraucht haben.

Die Kunst des Teppichknüpfens ist im benachbarten Fischerdorf Freest beheimatet. Nach dem Ersten Weltkrieg, als die Not der Ostseefischer unerträglich wurde, begannen die Fischersfrauen unter Anleitung eines Kunsthandwerkers mit der Teppich-knüpferei, die bald zu einem bescheidenen Erfolg wurde. Als Motive für die Muster benutzten die Frauen ihr Um-feld: Meer und Boote und maritime Ornamente, sodass diese kleinen Kunstwerke einzigartig waren und ein gutes Einkommen garantierten. In der DDR wurde das Teppichknüpfen gefördert, da die Werke Devisen einbrachten.

Heute wird nur noch wenig geknüpft, auch wenn man sich bemüht, die Volkskunst wieder aufleben zu lassen. Die Arbeit ist sehr aufwendig. Für einen Quadratmeter mit 60 000 Knoten braucht es etwa 150 Stunden – entsprechend teuer sind die Teppiche. Kaufen kann man sie in einem Teppichvertrieb (s. u.), bewundern in dem kleinen Dorfmuseum (Dorfstr. 67, Mai- Okt. tgl. 10-16.30, Nov.-April Di-Sa 10-16.30 Uhr).

Das Dorf Freest ist ein beschaulicher kleiner Fischerhafen mit etlichen reetgedeckten Häusern. Tatsächlich fahren von dort aus noch einige Fischer aufs Meer, sodass die Atmosphäre noch recht ursprünglich ist.

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