SÜDLICHES ACHTERLAND 4


Stadt Usedom
Stadt Usedom

Stadt Usedom

Reiseatlas: S. 222/223, C/D 1 Ein Spaziergang durch das alte Städtchen, die älteste Siedlung der Insel, das mit seinen ca. 2200 Einwohnern kleiner ist als Ahlbeck oder Heringsdorf, dauert nicht lange, hat aber etwas sehr Gemächliches und gemütlich Altmodisches. Die Kopfsteinpflasterstraßen, die noch die mittelalterliche Stadtanlage erahnen lassen, sind von niedrigen Ackerbürgerhäusern gesäumt. Städtisches Getriebe sucht man vergebens, Einkaufsmöglichkeiten beschränken sich auf das Notwendige, und ein ausgiebiges Nachtleben findet man eher an der Küste.

Das Städtchen entstand um eine slawische Burg, >Uznoim< oder >Uznam< genannt. Im Zuge der nicht immer friedlichen Christianisierung kam im Jahr 1128 der Bischof Otto von Bamberg mit Schwert und Reitern auf die Insel und unterwarf die renitenten Heiden der Burg Uznam. 1298 schließlich wurde auf den zerstörten Resten der slawischen Burganlage ein Schloss errichtet, das für lange Zeit den pom- merschen Herzoginnen als Witwensitz diente, doch bereits im 18. Jh. gänzlich verlassen wurde. Von der Burganlage, wo sich die Slawenfürsten notgedrungen unterwarfen, wie auch von dem Schloss ist heute nichts mehr übrig. Nur der Name Schlossberg erinnert noch an die historische Bebauung. Erst 1928 wurde ein 5 m hohes Granitkreuz auf dem Gipfel des Hügels errichtet, das auf dem Sockel die Inschrift trägt: »An dieser Stätte nahmen zu Pfingsten 1128 die Führer der Wenden in Westpommern das Christentum an. Gott will nicht erzwungenen, sondern freiwilligen Dienst.« Das sahen die Slawenfürsten angesichts der bischöflichen Heeresmacht vermutlich genauso, jedoch nutzte es ihnen leider nichts.

Altstadt

Fast ebenso wenig wie vom slawischen Erbe und dem Schloss ist vom mittelalterlichen Stadtausbau geblieben. Krieg, Feuer und Vernachlässigung haben über die Jahrhunderte nicht viel übrig gelassen, auch wenn die Restaurierung der jüngsten Zeit sehr ansehnlich ist.

Von den ehemals drei Stadttoren ist heute nur noch das Anklamer Tor erhalten. Peene- und Swinetor wurden 1860 bzw. 1863 abgerissen, als Use-dom seine Stellung an das bedeutsamere Swinemünde verlor. Das Tor, Wahrzeichen der Stadt Usedom, stammt aus der Mitte des 15. Jh. und birgt heute ein kleines Museum, in dem ein buntes Sammelsurium an Gegenständen lokalen Handwerks und Geschichte ausgestellt ist (Mai-Aug. tgl. 10-14 Uhr).

Im 16. Jh. zählte man in Usedom noch fünf Kirchen, von denen die erste 1254 geweiht worden war. Überdauert hat lediglich die Marienkirche, die im 14. Jh. erstmals erwähnt und fast 100 Jahre später nach einem der verheerenden Stadtbrände neu gebaut wurde. Ende des 19. Jh. erhielt die damals völlig marode Kirche ihr heutiges, nicht sehr üppiges, aber dennoch schmuckes Erscheinungsbild.

Rund um die Kirche am Marktplatz stehen die reizvollsten Häuser Usedoms, deren augenfälligstes Kennzeichen die verzierten und bunt bemalten Eingangstüren sind. Das mit dem Stadtwappen versehene Rathaus ist neben dem Pfarrhaus (um 1800) das älteste Profanhaus im Ort. Es stammt noch aus dem 18. Jh., während alle anderen Häuser überwiegend im 19. Jh. errichtet wurden.

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