USEDOMER LEBENSART


Bevölkerung

Ostvorpommern mit seinen insgesamt rund 114000 Einwohnern ist einer der am dünnsten besiedelten Landstriche Deutschlands. So leben durchschnittlich etwa 60 Menschen auf einem Quadratkilometer, während es im Bundesdurchschnitt etwa 230 Menschen sind. Und es werden statistisch auch immer weniger, da seit Beginn der 1990er Jahre die Bevölkerungsentwicklung negativ verläuft: Es werden weniger Kinder geboren als Menschen sterben, und viele ziehen auch aus ökonomischen Zwängen fort, um sich in den alten Bundesländern oder auch im Ausland eine neue Existenz aufzubauen.

Die trockene Statistik sagt viel über den Landstrich aus, bietet er doch den Bewohnern nur wenige Möglichkeiten, einen akzeptablen Lebensunterhalt zu verdienen. Das trifft vor allem auf das Hinterland zu, während es auf Usedom hingegen immerhin den blühenden Tourismus gibt, der den Menschen vielfältige Möglichkeiten bietet, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Großstädte oder industrielle Einzugsgebiete gibt es in dem Sinne nicht, die Region ist ausgesprochen ländlich. So ist auch die Mentalität der Menschen von ihrem Umfeld geprägt: Verschlossenheit und Misstrauen, wie sie in allen ländlichen Regionen dominieren, beherrschen das soziale Klima gegenüber Fremden. Hinzu kommt der Konflikt zwischen Osten und Westen, der vor allem noch bei der älteren Generation spürbar ist. Die Fremdenfeindlichkeit, insbesondere gegenüber Ausländern, die in der Bevölkerung nur einen Anteil von ca. 1,4 % haben, ist entsprechend ausgeprägt, wenn auch nicht unbedingt offen zur Schau gestellt.

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Usedom Stadt

Offener geht es dagegen in den Badeorten zu, auch wenn dort noch immer mehr oder weniger subtile Konflikte zwischen Alt- und Neueigentümern von Grundbesitz Vorkommen. Der Tourismus jedoch konzentriert die Interessen auf das Miteinander, da pommer- sche Sturheit ansonsten jeglichen Erfolg zunichte machen könnte.

Feste und Brauchtum

Traditionelle Feste haben sich auf Usedom kaum entwickelt. Dafür aber werden in den touristischen Orten während der ganzen Badesaison Feste satt geboten, die von einfachen Vergnügungen mit Musik und Bierbuden bis hin zu großartigen Veranstaltungen wie dem Usedomer Musikfestival reichen. Als Tradition können immerhin die Seebrückenfeste bezeichnet werden, die in jedem Badeort, der über eine Seebrücke verfügt, jeweils an einem Sommerwochenende stattfinden.

Die meisten der Veranstaltungen sind ausschließlich für das Tourismusgeschäft »erfunden« worden, um die Gäste zu unterhalten und länger an die Urlaubsinsel zu binden und das Geschäft anzukurbeln. Dennoch sind einige der Veranstaltungen durchaus originell und umfassen ein breites Spektrum an Angeboten. Dazu gehören auch Konzerte, Ausstellungen, Theatergastspiele und Tanzveranstaltungen.

Festkalender

Heringsdorf goes Fashion: Ein Modeevent im Forum Usedom, das mittlerweile zu einer hochklassigen Angelegenheit geworden ist. Viele, auch internationale Designer stellen ihre Kreationen der Frühjahrs- und Sommerkollektion vor. Im April und im Oktober.
Wikingerlager in Peenemünde: Den einstigen Invasoren und auch Stadtgründern wird in Peenemünde ein Denkmal gesetzt. Dutzende von Zelten werden aufgeschlagen, das Leben der wilden Nordmänner nachgestellt, und es gibt für die Besucher diverse Schaukämpfe und reichliches >Wikin- geressen<. Pfingsten.

  • Altstadtfest Wolgast: Auf dem hübschen Marktplatz findet ein kunterbunter Markt statt, wo nicht nur Essen und Trinken, sondern auch Musik und Kleinkunst angeboten wird. Letztes Wochenende im Mai.
  • Theater in Heringsdorf: Eröffnung der Sommersaison im Theater Chapeau Rouge. Anfang Juni.
  • Vinetafestspiele in Zinnowitz: Auf der Freilichtbühne in Zinnowitz findet das allsommerliche Spektakel um die untergegangene Sagenstadt Vineta statt. Anfang Juni bis September.
  • Jazz in Heringsdorf: Rund um den Bahnhof gibt es Jazzkonzerte und natürlich auch den obligatorischen Frühschoppen. Zweites Wochenende im Juni.
  • Pferdemarkt in Neppermin: Ein echtes bäuerliches Spektakel, bei dem nicht nur Pferde ge- und verkauft werden, sondern auch allerlei derbe Un-terhaltung, wie Feldsteinheben oder Pferdewagenziehen, geboten wird. Drittes Wochenende im Juni. Strandpartys und Seebrückenfeste: In den Badeorten finden diverse Feste statt, die meist mit Musik und Essen und Trinken verbunden sind. Ab Juli. Heringsdorfer Kaisertage: Die »kaiserliche Familie< zieht feierlich in Heringsdorf ein. Dazu gibt es einen Handwerkermarkt und viel bunte Unterhaltung. Erstes Wochenende im Juli. Wolgaster Hafentage: Am Hafen geht es rund mit Bootskorso, Musik und viel maritimer Unterhaltung. Erstes Wochenende im Juli.
  • Mittelalterspektakel in Koserow: Alte Handwerkskunst, Gaukler, Ritter und sonstige Erscheinungen des Mittelalters sorgen für eine solide Familienunterhaltung. Letztes Wochenende im Juli.
  • Töpfermarkt in Morgenitz: Nicht nur die lokale Töpferei, sondern Keramiker aus ganz Deutschland bieten ihre Waren an. Oft sind auch schöne Schnäppchen zu machen. Letztes Wochenende im Juli.
  • Usedom-Marathon: Von Swinemünde über Zinnowitz bis nach Wolgast reicht die Strecke, an der alljährlich mehr und mehr Läufer teilnehmen. Erster Samstag im September.
  • Usedomer Musikfestival: Höhepunkt des Usedomer Kulturkalenders, wenn meist junge Künstler vorwiegend klassische Musik zum Besten geben. Keine Nachwuchsveranstaltung, sondern eine Präsentation kommender Stars. Gespielt wird an unterschiedlichen Orten auf der Insel. Zweite Hälfte September.

Musik

Eine eigenständige Musikkultur, die sich traditionell überliefert hat, ist auf Usedom nicht nachgewiesen. Freilich hört man hin und wieder in der Kneipe das Schifferklavier, auch treten gelegentlich Shanty-Singer auf, die dabei jedoch lediglich eine Tradition aufgreifen, die eher an der Nordseeküste be-heimatet ist.

Dafür haben sich die Kurkonzerte in den Badeorten etabliert, wo zumindest in den größeren Orten immer eine Konzertmuschel vorhanden ist. Die Angebotspalette bei diesen Konzerten reicht von Marschmusik über die leichte Muse, Chöre unterschiedlichen Stils bis zu Jazz und Klassik.

Mit klassischen Konzerten hat sich Usedom jedoch mittlerweile einen Namen gemacht. In den hübschen Dorfkirchen, in großen Veranstaltungssälen, in Hotels oder sonstigen Orten findet das renommierte Usedomer Musikfestival statt.

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