WIRTSCHAFT UND UMWELT


Wirtschaftsstruktur

Usedom gehört zum Landkreis Ostvorpommern, der zu den Regionen mit einer der höchsten Arbeitslosenzahlen Deutschlands zählt, um die 25 % ar-beitssuchender Menschen finden keine Beschäftigung. Im Winter sind es sogar um die 28 %.

In der Region gibt es keine großen Industriebetriebe, selbst die Peenewerft in Wolgast, immerhin der größte industrielle Arbeitgeber der Region, gehört zu den eher kleinen Standorten im Schiffbau. Verarbeitungsindustrie ist nur in geringem Umfang vorhanden. Ausgewiesene Gewerbegebiete, von denen sich die meisten in Wolgast und in Anklam befinden, sind auf Usedom ausgesprochen selten. In Trassenheide und in Ückeritz sind solche Gewerbegebiete ausgewiesen, jedoch lediglich für Handwerk, Groß- und Kleinhandel.

Auch die Land- und Forstwirtschaft, traditionell einer der Schwerpunkte in der strukturschwachen Region, bietet kaum noch Arbeitsmöglichkeiten. Es gibt nur noch 446 landwirtschaftliche Betriebe in Ostvorpommern, nur etwa 6,4 % der Beschäftigten sind in diesem Bereich tätig. Die Fischerei spielt in großem Umfang kaum noch eine Rolle. Viele der Fischer haben aufgegeben, die meisten benötigen noch einen Nebenjob, um zurechtzukommen.

Zwei Drittel der arbeitenden Bevölkerung sind hingegen im Dienstleistungsbereich tätig, wozu, neben der Verwaltung, die Tätigkeiten im Tourismus gehören. Jedes Frühjahr sinken die Arbeitslosenzahlen daher auch um eine beträchtliche Zahl, wenn zum Saisonbeginn Arbeitsplätze in Hotellerie und Gastronomie angeboten werden.

Tourismus Usedoms
Tourismus Usedoms

Tourismus

Der Tourismus ist auf Usedom zweifellos die Haupterwerbsquelle und auch für viele Menschen in der übrigen Region Ostvorpommern die einzige Chance, ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Knapp 200 Hotels und Pensionen gibt es, wobei nur die größeren gezählt wurden, sowie weit über 200 Ferienwohnungen, von all den Privatzimmern und kleinen Pensionen nicht zu reden. Die Auslastung liegt bei rund 40 % übers ganze Jahr, im Sommer bei knapp über 50 %, auch wenn es Wochenenden im Sommer gibt, an denen man den Eindruck hat, dass überhaupt kein Zimmer frei ist.

Die touristische Infrastruktur ist jedoch noch nicht so ausgebaut, dass mehr Gäste für einen längeren Zeitraum bleiben. Durchschnittlich bleiben sie 5,5 Tage. Besonders an Schlechtwettertagen oder im Winter fehlen entsprechende Angebote. Der Ausbau von Freizeitaktivitäten wird daher vor-angetrieben, wozu Schwimmhallen, Sportangebote und kulturelle Veranstaltungen gehören. Die Bemühungen tragen erste Früchte: Der Tourismus verzeichnet die höchste Wachstumszahl der Region.

Schützenswerte Natur

Sauberes Wasser, gute Luft und eine weitgehend unberührte Naturlandschaft machen Usedom zu einem durch und durch erholsamen Urlaubsziel.

Die gesamte Insel samt angrenzender Festlandsküste wurde 1999 zum Naturpark Usedom erklärt, was keine einfache Angelegenheit war und Jahre brauchte, schließlich standen dem wirtschaftliche Interessen in einer Region mit hoher Arbeitslosigkeit entgegen. Doch eine geschützte Natur ist in einer Region, die überwiegend vom Tourismus lebt, keine überflüssige Liebhaberei, sondern eine Notwendigkeit, ein Gütesiegel, das schließlich der

Wirtschaft, der touristischen zumal, zugute kommt.

Raubbau an der Natur, willkürlichen Neubauten oder nicht umweltverträglicher Nutzung ist somit, zumindest per Gesetz, ein Riegel vorgeschoben. Aber auch von den Besuchern wird erwartet, dass dieser Naturraum mit Respekt behandelt wird, wozu auch gehört, dass die Dünen nicht betreten werden dürfen. Dort nämlich wachsen jene zarten Sandpflanzen, welche die Dünen befestigen sollen, um somit einer weiteren Abtragung entgegenzuwirken. Darüber hinaus dürfte es selbstverständlich sein, dass mit den kostbaren Ressourcen unverbrauchter Natur sorgsam umgegangen wird.

Für mehr Infos: Reiseführer Koeln | Vietnam Halong Bucht tour | Mekong Delta tour 1 day review | Rundreise Vietnam Last Minute | Rundreisen Vietnam und Kambodscha



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